Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Catalyst 8.7: Neuer Treiber ohne erweitertes Stromsparen

Bugfixes und etwas mehr 3D-Leistung im Vordergrund. AMDs neuer Treiber für ATI-Grafikkarten ist im üblichen Monatsrhythmus erschienen. Die auf manchen der neuen Radeon HD 4870 schwachen Stromsparfunktionen hat der Chip-Hersteller nicht verbessert, sondern nur aus einigen Anwendungen etwas mehr Leistung geholt. Die Linux-Version des Treibers unterstützt nun die aktuelle Ubuntu-Distribution.
/ Nico Ernst
36 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Die sonst überzeugenden Grafikkarten der Serie HD 4800 sind seit ihrem Marktstart vor vier Wochen von einem Problem beim Stromsparen geplagt, das insbesondere bei der 4870 zuschlägt. Statt mit 160 MHz wie beim Modell 4850 läuft der Grafikprozessor der 4870 bei Desktop-Anwendungen mit 500 MHz. Daraus resultiert auch eine vergleichsweise hohe Leistungsaufnahme .

In zahlreichen Foren und Blogs war gemutmaßt worden, AMD wolle das mit dem nächsten Treiber beheben, in der Regel ist dafür jedoch ein BIOS-Update der Grafikkarte notwendig. Wie AMD nun gegenüber Golem.de erklärte, steckt der nötige Code noch nicht im Paket Catalyst 8.7. Stattdessen haben sich die Entwickler auf das Fixen mehr oder weniger exotischer Bugs konzentriert, einige Anwendungen laufen auch etwas schneller.

So stürzt beispielsweise Windows XP nicht mehr ab, wenn man eine DVD mit Hardware-Beschleunigung per GPU abspielt und dabei den Bildschirminhalt rotiert, etwa bei einem Display mit Pivot-Funktion. Ebenfalls ein rares Szenario: Das Spiel Hellgate London läuft nun laut AMD auch mit 2560 x 1600 Pixeln fehlerfrei.

Beschleunigt hat AMD vor allem den 3DMark Vantage, aber nur auf Karten der Serien 3600 und 3400 um immerhin 20 Prozent. Beim Spiel Company of Heroes unter DirectX-10 sollen es je nach Level 3 bis 12 Prozent sein, diesmal aber für Karten der Serien 3800, 3600 und 4800. Im selben Rahmen schneller wird auch Lost Planet unter DirectX-10. Spielt man diesen Titel unter DirectX-9 mit Anti-Aliasing und anisotropischer Filterung soll die Leistung gar um 80 Prozent steigen. Zudem soll eine zweite per CrossFire verbundene Karte nun 70 Prozent mehr Leistung gegenüber einer einzelnen Grafikkarte gleichen Typs erreichen.

Einen vergleichsweise schweren Fehler hat AMD bei Assassins Creed behoben: Das Spiel startet nun auch mit einer HD-2600-Karte unter Windows Vista in der 32-Bit-Version. Bisher erschien hier direkt nach dem Klick auf das Icon wieder der Windows-Desktop.

Für die Linux-Treiber, die bereits seit einiger Zeit ebenfalls den Namen "Catalyst" tragen und stets mit derselben Versionsnummer wie die Windows-Treiber erscheinen, verspricht AMD nun Support für Ubuntu 8.04 sowie SLED 10 mit Service Pack 2. Für das aktuelle OpenSuse 11 nennt AMD die Treiber aber nur "early look" , offenbar funktionieren sie mit dieser Distribution nur in sehr geringem Umfang.

Sämtliche Treiber für die verschiedenen Windows-Versionen sind auf AMDs Catalyst-Seiten(öffnet im neuen Fenster) zum Download hinterlegt. Die Linux-Treiber finden sich über die klassischen ATI-Seiten(öffnet im neuen Fenster) .


Relevante Themen