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CPU-Kühler mit Flüssigmetall angekündigt

Dänisches Unternehmen will Wasserkühlungen schlagen. Der Kühler "LM10" des dänischen Start-Ups "Danamics" soll nach langer Entwicklung auf dem Markt erscheinen. Das Gerät arbeitet mit einem flüssigen Metall und einer elektromagnetischen Pumpe und soll effektiver sein als kleine Wasserkühlungen.
/ Nico Ernst
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Das Prinzip ist nicht neu, es wurde bereits Mitte 2005 von Sapphire erprobt : Statt passiver Heatpipes lässt sich auch ein flüssiges Metall mit einer elektromagnetischen Pumpe zur Kühlung von Chips verwenden. Während Sapphire sein Konzept für Grafikkarten nach einigen Monaten beerdigte , will nun ein dänisches Unternehmen den ersten CPU-Kühler mit Flüssigmetall auf den Markt bringen.

Das LM10 getaufte Produkt ähnelt dabei modernen Luftkühlern, bei denen Heatpipes von einer Bodenplatte die Hitze in den Kühlkörper transportieren. Einen Lüfter, der den Kühlkörper selbst kühlt, sieht Danamics bisher nicht vor – vermutlich wird er, wie bei anderen aktuellen Designs, seitlich angebracht. Die Pumpe sitzt oben auf dem Kühler und transportiert das Kühlmittel durch fünf Röhren.

Um welches flüssige Metall es sich handelt, verrät Danamics noch nicht. Sapphires Grafik-Kühler, der von Nanocoolers stammte, arbeitete mit einer Galliumlegierung. Derartige Verbindungen sind auch bei Raumtemperatur noch flüssig, das einzige reine Metall mit dieser Eigenschaft ist Quecksilber. Da Quecksilber aber giftig ist, und beispielsweise Fieberthermometer damit ab 2009 in der EU verboten sind, dürfte es sich beim Kühlmaterial um eine andere Substanz handeln.

Laut Danamics wird der LM10 bereits in Serie gefertigt, Vertriebspartner sucht das Unternehmen noch. Daher steht auch der Preis für das Gerät noch nicht fest.


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