Abo
  • IT-Karriere:

Kein Putsch: Yahoo einigt sich mit Icahn

Großaktionär zieht friedlich in den Aufsichtsrat der Firma ein

Yahoo hat sich mit seinem Großaktionär Carl Icahn geeinigt, der bei der kommenden Jahreshauptversammlung eigentlich den Aufsichtsrat stürzen wollte. Eine von Icahn gebildete Gruppe hätte die Führung im Aufsichtsrat übernehmen, Yahoo zerschlagen und die Suchmaschinensparte an Microsoft verkaufen sollen. Der für den 1. August 2008 angesetzte Putsch findet nun nicht statt.

Artikel veröffentlicht am ,

Das Internetunternehmen Yahoo hat sich mit seinem Großaktionär Carl Icahn geeinigt, der geplant hatte, auf der kommenden Jahreshauptversammlung den Aufsichtsrat zu stürzen. Eine von Icahn gebildete Gruppe von Aufsichtsräten sollte die Führung übernehmen, Yahoo zerschlagen, und die Suchmaschinensparte an Microsoft verkaufen. Der für den 1. August 2008 angesetzte Putsch findet nun doch nicht statt.

Stellenmarkt
  1. Dataport, verschiedene Standorte
  2. Hays AG, Bonn

Yahoo gab die Einigung, nach der Icahn in den Aufsichtsrat einzieht, selbst bekannt. Das Gremium wird zudem um zwei Sitze erweitert. Icahn hält 5 Prozent an dem Unternehmen und wollte seine Anteile zusammen mit anderen Großinvestoren dafür einsetzen, eine Übernahme von Yahoos Suchmaschinensparte durch Microsoft zu ermöglichen. Vor über zwei Monaten hatte Microsoft wegen Widerständen in der Yahoo-Führung seine 47,5-Milliarden-US-Dollar-Offerte zurückgezogen. Auch bei mehreren weiteren Verhandlungsrunden konnten die Firmenlenker sich nicht einigen. Für seinen Plan hatte Icahn bereits neun Direktoren auf seine Seite gebracht.

Yahoo erklärte, acht Aufsichtsräte (Roy Bostock, Ronald Burkle, Eric Hippeau, Vyomesh Joshi, Arthur Kern, Mary Agnes Wilderotter, Gary Wilson und Firmengründer Jerry Yang) stünden zur Wiederwahl. Einzig Aufsichtsrat Robert Kotick taucht nicht wieder auf dem Stimmzettel auf. Künftig hat das Gremium elf Sitze, von denen zwei aus der oppositionellen Liste Icahn besetzt werden.

In der vergangenen Woche hatte der Investmentkonzern Legg Mason, der 4,4 Prozent an Yahoo kontrolliert, erklärt, den Icahn-Vorstoß nicht zu unterstützen. Die Asset Manager brachten zudem ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass eine Einigung der Streitenden noch vor der Jahreshauptversammlung erfolgen könne.

Icahn betonte, er sei mit dem erzielten Kompromiss zufrieden: "Ich glaube weiterhin, dass der Verkauf der ganzen Firma oder des Suchmaschinengeschäfts ernsthaft erwogen werden muss. Gleichzeitig teile ich die Auffassung, dass die Yahoo-Firmenwerte weiter eine führende Rolle in der Onlinewelt spielen werden und dass sie das Potential haben, das Vermögen der Aktionäre zu mehren." Der Milliardär hatte zuvor offen die Absetzung von Yahoo-Chef Carl Yang gefordert. Für eine Übernahme des Aufsichtsrats hatten Icahns Kräfte offenbar nicht ausgereicht. Nun hat er allerdings seine Position verbessern können, um gegebenenfalls den Druck auf Yang zu verstärken.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 73,90€ + Versand
  2. 259€ + Versand oder kostenlose Marktabholung

Abzocker 22. Jul 2008

Trotzdem bleiben 5% nun mal nur 5%! D.h. 95% können sich doch wohl wehren. Oder ist das...

nicoledos 21. Jul 2008

da haben sich die Chefs auch gewährt mit allen möglichen Mitteln. Am Ende hat Oracle den...

Ähm 21. Jul 2008

"Der Milliardär hatte zuvor offen die Absetzung von Yahoo-Chef Carl Yang gefordert...


Folgen Sie uns
       


Die Commodore-264er-Reihe angesehen

Unschlagbar günstig, unfassbar wenig RAM - der C16 konnte in vielen Belangen nicht mit dem populären C64 mithalten.

Die Commodore-264er-Reihe angesehen Video aufrufen
Mobile-Games-Auslese: Magischer Dieb trifft mogelnden Doktor
Mobile-Games-Auslese
Magischer Dieb trifft mogelnden Doktor

Ein Dieb mit Dolch in Daggerhood, dazu ein (historisch verbürgter) Arzt in Astrologaster sowie wunderschön aufbereitetes Free-to-Play-Mittelalter in Marginalia Hero: Golem.de stellt die spannendsten neuen Mobile Games vor.
Von Rainer Sigl

  1. Hyper Casual Games 30 Sekunden spielen, 30 Sekunden Werbung
  2. Mobile-Games-Auslese Rollenspiel-Frühling mit leichten Schusswechseln
  3. Gaming Apple Arcade wird Spiele-Flatrate für iOS und MacOS

Ada und Spark: Mehr Sicherheit durch bessere Programmiersprachen
Ada und Spark
Mehr Sicherheit durch bessere Programmiersprachen

Viele Sicherheitslücken in Software sind auf Programmierfehler zurückzuführen. Diese Fehler lassen sich aber vermeiden - und zwar unter anderem durch die Wahl einer guten Programmiersprache. Ada und Spark gehören dazu, leider sind sie immer noch wenig bekannt.
Von Johannes Kanig

  1. Das andere How-to Deutsch lernen für Programmierer
  2. Programmiersprachen, Pakete, IDEs So steigen Entwickler in Machine Learning ein

WD Blue SN500 ausprobiert: Die flotte günstige Blaue
WD Blue SN500 ausprobiert
Die flotte günstige Blaue

Mit der WD Blue SN500 bietet Western Digital eine spannende NVMe-SSD an: Das M.2-Kärtchen basiert auf einem selbst entwickelten Controller und eigenem Flash-Speicher. Das Resultat ist ein schnelles, vor allem aber günstiges Modell als bessere Alternative zu Sata-SSDs.
Von Marc Sauter

  1. WD Black SN750 ausprobiert Direkt hinter Samsungs SSDs
  2. WD Black SN750 Leicht optimierte NVMe-SSD mit 2 TByte
  3. Ultrastar DC ME200 Western Digital baut PCIe-Arbeitsspeicher mit 4 TByte

    •  /