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Studie: Laute Handytelefonate sind ein Ärgernis

Nutzung von Notebooks in der Öffentlichkeit ist akzeptiert. Lautes Telefonieren in der Öffentlichkeit nervt. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Telekommunikationsverbandes Bitkom. Die Nutzung eines Notebooks in der Öffentlichkeit stört dagegen kaum jemanden.
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Die Stadt Graz hatte im April 2008 Handytelefonate in Bus und Bahn untersagt . Die Regelung soll nicht als Verbot gelten, sondern als Gebot, anderen Menschen gegenüber rücksichtsvoll zu sein. Dass die Österreicher mit dem Wunsch nach Ruhe nicht allein sind, zeigt eine Studie, die der deutsche Branchenverband Bitkom in Auftrag gegeben hat. Das Ergebnis: 69 Prozent der Bevölkerung fühlen sich durch laute Handytelefonate in der Öffentlichkeit belästigt und wünschen sich mehr Rücksichtnahme. Ein Drittel der Deutschen soll sich häufig, ein weiteres Drittel manchmal an lauten Gesprächen in der Umgebung stören.

Aber: Fast ein Drittel (31 Prozent) der Befragten hat mit öffentlichen Telefonaten kein Problem. Befragt wurden insgesamt 1.001 Menschen, davon waren 203 im Alter von 14 bis 29 Jahren, mit 381 Menschen fast doppelt so viele im Alter von 30 bis 49 Jahren, 223 Befragte im Alter von 50 bis 64 Jahren und 194 Personen 65 Jahre und älter. Die Frage, inwieweit diejenigen, die sich über Handytelefonate beschweren, selbst öffentlich telefonieren, ließ die Studie außer Acht, wie Golem.de auf Nachfrage erfuhr.

Insgesamt genießt das Handy laut Studie ein positives Image: Knapp zwei Drittel (64 Prozent) der deutschen Nutzer finden, dass das Handy überwiegend eine Bereicherung für den Alltag ist. Ein Drittel (34 Prozent) sieht jedoch neben den Vorteilen auch Nachteile. Eher ablehnend stehen dem Handy nur zwei Prozent der Befragten gegenüber.

In der Studie wurde auch die Akzeptanz der Nutzung von Notebooks in der Öffentlichkeit abgefragt. Die öffentliche Nutzung von Notebooks stört 19 Prozent der Befragten; 81 Prozent fühlen sich durch die tragbaren PCs nicht gestört, sofern mit dem Notebook keine Musik oder DVDs laut abgespielt werden.

Die Daten stammen aus einer von Bitkom in Auftrag gegebenen repräsentativen Studie, die von Aris Umfrageforschung im Juni 2008 durchgeführt wurde. Dabei wurden 1.001 deutschsprachige Menschen ab 14 Jahre befragt.


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