Motorola verklagt Apple-Angestellten
Nach einem Bloomberg-Bericht(öffnet im neuen Fenster) richtet sich die Klage von Motorola gegen Michael Fenger, der Anfang März 2008 nach sechsjähriger Tätigkeit Motorola verlassen hat. Dort war er zuletzt als Vice-President für den Mobilfunkmarkt in Europa, dem nahen Osten und Afrika zuständig. Seit Ende März 2008 arbeitet Fenger laut Klageschrift bei Apple als Vice-President für den globalen iPhone-Verkauf.
In der Klage wirft Motorola Fenger vor, er habe Firmengeheimnisse verraten. Er habe gegen die Abmachungen beim Verlassen von Motorola verstoßen. Fenger hatte demnach unterschrieben, mindestens zwei Jahre nach dem Ausscheiden bei Motorola nicht bei einem Konkurrenten zu arbeiten. Er war laut Motorola in die Handypreisgestaltung, die Menge der verkauften Geräte, die Produktentwicklung und zukünftige Planungen von Motorola eingeweiht.
Als Gegenleistung für die zweijährige Auszeit soll Fenger mehrere Millionen US-Dollar, Aktienpakete sowie Optionen erhalten haben, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) aus der Klage. Mit der Klage will Motorola erreichen, dass Fenger nicht weiter bei Apple arbeiten darf und frühestens im März 2010 wieder in diesem Bereich tätig wird. Außerdem soll Fenger mehr als 1 Million US-Dollar Schadensersatz an Motorola zahlen. Zudem wird ihm vorgeworfen, zwei weitere Motorola-Mitarbeiter zu Apple gelockt zu haben.