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Bundesdruckerei redet wieder mit ausländischen Interessenten

Eigner widersetzen sich offen den Auflagen der Bundesregierung. Die Eigner der Bundesdruckerei wollen an einen ausländischen Interessenten wie den US-Konzern 3M verkaufen. Vertreter der Authentos Holding widersetzen sich damit direkten Vorgaben der Bundesregierung, die einen Konflikt mit nationalen Sicherheitsinteressen fürchten.
/ Achim Sawall
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Authentos-Vertreter Heinz-Günter Gondert setzt die Verhandlungen fort, obwohl das Bundesfinanzministerium erklärt hat, dass "sowohl das nationale wie internationale Bieterverfahren für die Firma abgebrochen ist" . Das berichtet der Spiegel(öffnet im neuen Fenster) . Damit spitzt sich die Auseinandersetzung um den Verkauf der Bundesdruckerei zu.

Am 15. Juli 2008 waren die Verhandlungen über den Verkauf der Bundesdruckerei gescheitert . Die Gebote des Gelddruckers Giesecke & Devrient (G&D) und der technischen Prüforganisation TÜV Nord waren zu niedrig. Der französische Elektronikkonzern Sagem erhielt wegen nationaler Sicherheitsinteressen eine Abfuhr von Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) und Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU).

Laut dem Magazinbericht lag das G&D-Angebot bei 400 Millionen Euro. Dies schätzt Gondert als zu gering ein, denn ausländische Interessenten wie der US-Konzern 3M, sollen gut das Doppelte bieten. Ende letzter Woche beschloss der Beirat der Bundesdruckerei deshalb "einvernehmlich, konkrete Verhandlungen mit zwei ausländischen Bietern aufzunehmen" , so das Blatt weiter.


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