AMD plant neuen Sockel "G34" für 12-Kerner im Jahr 2010
Bereits im Mai 2008 hatte AMD für seine Server-Prozessoren der Opteron-Serie eine bis ins Jahr 2010 reichende Roadmap vorgelegt . Darin sind für 2010 zwei Prozessoren mit den Codenamen "Magny-Cours" (12 Kerne) und "Sao Paulo" (6 Kerne) verzeichnet. AMD will dabei erstmals Intels Modell der Multi-Chip-Module verwenden: Im Magny-Cours stecken zwei Dies mit je 6 Kernen. Vermutlich will sie AMD per HyperTransport koppeln. Das jedoch hat das Unternehmen noch nicht bestätigt. Das Multi-Chip-Modul erfordert durch seine Größe auch einen neuen Sockel.
Eine Konstruktionszeichnung dieses Sockels will die US-Site DailyTech(öffnet im neuen Fenster) von AMD erhalten haben. Der "G34" ist demnach rechteckig ausgeführt – nicht wie bisher quadratisch – und bietet 1.974 Anschlüsse, 767 mehr als der heute aktuelle Socket F alias LGA1207. Allein für das schon als Speichertyp fest stehende DDR3 werden diese vielen Anschlüsse nicht benötigt, so dass zusätzliche HyperTransport-Links nahe liegen. Bisherige Opterons verfügen über je drei dieser Ports, so dass sie in einem Vier-Sockel-System mit jedem Sockel direkt vernetzt werden können.
Der vierte Link des G34 ließe sich unter anderem nutzen, um jedem Sockel direkt einen Beschleuniger wie eine Grafikkarte anzubinden. Derartige Konfigurationen sind besonders für Supercomputer interessant, die zunehmend aus mehren Prozessortypen heterogen aufgebaut werden.