Google enttäuscht die Erwartungen der Börsianer
Das Unternehmen aus dem kalifornischen Mountain View erzielte einen Gewinn von 1,25 Milliarden US-Dollar (3,92 US-Dollar pro Aktie), nach 925,1 Millionen US-Dollar (2,93 US-Dollar pro Aktie) im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Im ersten Quartal 2008 lag der Gewinn mit 1,31 Milliarden US-Dollar (4,12 US-Dollar pro Aktie) jedoch höher. Vor Sonderposten für Aktienoptionen aus Mitarbeiterprogrammen betrug der Gewinn 4,63 US-Dollar pro Aktie. Die Analysten hatten auf dieser Berechnungsgrundlage aber 4,74 US-Dollar pro Aktie erwartet.
Der Umsatz stieg im Vergleich zum zweiten Quartal 2007 um 39 Prozent auf 5,37 Milliarden US-Dollar. Gegenüber dem Vorquartal (Q1/2008) konnte Google den Umsatz aber nur noch um 3 Prozent verbessern. Für Kooperation zur Generierung von Traffic gab Google 1,47 Milliarden US-Dollar aus.
Google Chef-Ökonom Hal Varian versuchte die Zahlen vor dem Hintergrund einer schwachen gesamtwirtschaftlichen Situation einzuordnen. So seien die Werbeeinnahmen in fast allen Bereichen zumindest leicht gewachsen. Es zeige sich, dass trotz angespannter wirtschaftlicher Situation die Ausgaben für Suchmaschinenwerbung nicht angetastet werden.
Auch bei den betrieblichen Ausgaben scheint Google langsam auf die Bremse zu treten: Nur 448 neue Beschäftigte wurden im Berichtzeitraum eingestellt. Ein relativ niedriger Wert für den Konzern, der dies unter anderem mit einer stärkeren Konzentration auf die Qualität neuer Mitarbeiter begründete. Insgesamt arbeiten nun 19.604 Personen für Google.
Konzernchef Eric Schmidt betonte, dass man mit der Integration von DoubleClick für Werbetreibende und Partner künftig neue Möglichkeiten und Technologien anbieten wolle. Google hatte den Adserverbetreiber im April 2007 für 3,1 Milliarden US-Dollar gekauft.