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Snagfilms bietet Dokumentarfilme als Streams

Ehemaliger AOL-Vizechef gründet Webplattform für Dokumentarfilme

Viel gute und relevante Dokumentarfilme schaffen es nicht, in den Kinos ein großes Publikum zu erreichen. Das will der ehemalige AOL-Vizechef Ted Leonsis mit dem Angebot Snagfilms ändern. Über die Plattform können Internetnutzer kostenlos mehrere hundert Dokumentarfilme über kulturelle, politische und gesellschaftliche Themen abrufen.

Der Erfolg von Al Gores Film über die Klimawandel, Michael Moores Bestandaufnahmen der US-Gesellschaft oder Morgan Spurlocks filmisches Fast-Food-Selbstexperiment zeigen, dass Dokumentarfilme durchaus auch ein großes Publikum anziehen können. Dennoch finden sie nach Ansicht von Ted Leonsis nicht genug Berücksichtigung in den Kinos. Der ehemalige Vizechef von AOL hat deshalb die Plattform Snagfilms ins Leben gerufen. Mit von der Partie ist neben dem Risikokapital-Geber Miles Gilburne ein alter Weggefährte von Leonsis: der ehemalige AOL-Chef Steve Case.

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"Nie sind zuvor so viele hochwertige und gesellschaftlich relevante Dokumentarfilme gemacht worden. Doch obwohl auf den Filmfestivals jedes Jahr zehntausende Dokumentationen gezeigt werden, schafft es doch nur eine Handvoll von ihnen in die Kinos", sagte Leonsis. Zwei oder drei Jahre, nachdem sie den üblichen Distributionsweg durchlaufen hätten, seien die meisten der Filme zudem kaum noch im Handel zu finden. Leonsis kennt das Problem aus eigener Erfahrung, denn er produziert auch selbst Filme wie beispielsweise den mehrfach preisgekrönten Filme "Nanking" über die japanische Invasion Chinas im zweiten Weltkrieg.

Ziel des Angebotes sei es deshalb, "den Flaschenhals im Vertrieb qualitativ hochwertiger Dokumentationen zu überwinden, dessentwegen viele gute Filme ihr Publikum nicht erreicht oder nicht genug Geld eingespielt haben", heißt in es in einer Mitteilung. Außerdem bietet das Angebot Medienunternehmen die Möglichkeit, die Dokumentarfilme aus ihren Archiven auszugraben und einem weltweiten Publikum anzubieten.

Über die Website, die sich noch in einer Testphase befindet, können Nutzer ab sofort über 250 Filme aus Kategorien wie Politik, Musik oder Umwelt anschauen. Darunter sind beispielsweise Naturfilme von National Geographic, ein Filmporträt von Arnold Schwarzenegger, eine Dokumentation über Bob Marley oder der Film "Deadly Passion" über den Naturschützer Timothy Treadwell, der mit Grizzlybären in Alaska lebte und von ihnen getötet wurde. Auch Spurlocks Fast-Food-Film "Super Size Me" gehört zum Angebot. Weitere 200 Filme sollen in den nächsten Wochen dazu kommen. Die Filme werden in einem Flash-Video-Player im Browserfenster angezeigt. Derzeit kämpft die Plattform offensichtlich noch mit technischen Problemen, die den Nutzern lange Ladezeiten bescheren. Finanziert wird der Dienst über Werbeeinblendungen.

Unabhängige Filmemacher nutzen immer häufiger das Internet, um ihre Werke an die Zuschauer zu bringen. Im Juni 2008 riefen das Tribeca Film Institute und Amazon das Angebot Reframe ins Leben , über das unabhängige Filme vertrieben werden.


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idkfa 18. Jul 2008

Gibt schon so Holzköpfe...

föhn 18. Jul 2008

und wenn man keine ahnung hat, überraschen mich solche kommentare eigentlich nicht...

efewfwefef 18. Jul 2008

Jeder Vertreter des Klimawandels der kein Differnziertes Statement abgibt udn darin...

Miro Nutzer 18. Jul 2008

Miro hat mit P2P nicht viel zu tun, man muss seine videos irgendwo hochladen und kann...

sdg 17. Jul 2008

Mach keinen spass mit leuten zu diskuttieren die nicht wissen über was sie reden...



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