Abo
  • Services:
Anzeige

Neue Verlegerattacke gegen Onlineaktivitäten von ARD und ZDF

Münchner Erklärung fordert Werbeverbot, Entkommerzialisierung und Begrenzung

Im Streit um die Onlinepläne von ARD und ZDF im Internet haben sich deutsche Verlagsmanager und Verleger mit einem gemeinsamen Grundsatzpapier zu Wort gemeldet. Derweil hat die Bayerische Landeszentrale für neue Medien entschieden, dass Streaming-Angebote im Internet einer Lizenz bedürfen.

Es gehe ihnen um "neue Rahmenbedingungen für ein faires Miteinander von freier, unabhängiger Presse und öffentlich-rechtlichem Rundfunk", so die Verleger, die den Onlineaktivitäten von ARD und ZDF enge Grenzen setzen wollen. Zu den Erstunterzeichnern der so genannten "Münchner Erklärung" gehören die Chefs namhafter Verlage wie Burda, Gruner+Jahr, Axel Springer, Bauer, Ganske, Madsack, Ippen und Medienholding Nord sowie der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ).

Anzeige

Aus Sicht der Unterzeichner müssen die Medienangebote öffentlich-rechtlicher Anstalten im Internet auf Bewegtbilder und Audio begrenzt werden und dürfen zudem nur sieben Tage nach deren Ausstrahlung angeboten werden. Den Öffentlich-Rechtlichen soll in allen ihren Medien Werbung untersagt werden, auf jede Form kommerzieller Finanzierung müsse verzichtet werden. Ratgeberportale sollen ARD und ZDF explizit und zweifelsfrei nicht anbieten dürfen. Auch sollen alle Beteiligungen an privatwirtschaftlichen Unternehmen vollständig abgebaut werden.

"Jede darüber hinausgehende Expansion der staatlich finanzierten Rundfunkanstalten ist ebenso unnötig wie gefährlich für den Bestand und die Entwicklung der privatwirtschaftlich verfassten Presse und damit für den gesamten Medienpluralismus in Deutschland", heißt es in der Erklärung. Mit dem aktuellen Entwurf für einen neuen Rundfunkänderungsstaatsvertrag sind die Unterzeichner nicht einverstanden.

Einen wesentlichen Aspekt in Sachen Onlinemedien lässt die Verleger-Allianz in dieser Diskussion - möglicherweise ganz bewusst - außen vor: Anfang Juli 2008 verkündete der Medienrat der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) eine Änderung der Fernsehsatzung, die das Anbieten von Streaming-Angeboten im Internet lizenzpflichtig macht: Wer mit einem Internet-Fernseh-Angebot im Streaming-Verfahren mehr als 500 Zuschauer gleichzeitig erreichen kann, soll dafür eine kostenpflichtige Genehmigung einholen müssen, die ohne weitere Voraussetzungen erteilt werden soll, soweit programminhaltlich keine Bedenken bestehen. Noch komplizierter wird es, wenn mehr als 10.000 Zuschauer erreicht werden können: Dann ist ein Organisationsverfahren wie bei einem normalen Kabelprogramm notwendig.

Wehe dem, der einen Live-Stream aus Deutschland von seinem Handy aus via Qik oder Kyte ins Internet überträgt.


eye home zur Startseite
rabazz 19. Jul 2008

nicht in Bayern leben zu müssen :) Am Versammlungsrecht bastelt die Lederhosefraktion ja...

blalbzbb 17. Jul 2008

ach es gibt keine Zensur. Die sagen einfach was gesendet werden darf. Bei Zensur würde...

haha 17. Jul 2008

Ja, bei der Agentur für Arbeit gibt es auch Kunden. Und das ist noch abwägiger als bei...

Patrick B. 17. Jul 2008

Die Politik behaupte ständig sie tut was für die Entbürokratisierung. Teilweise wird das...

go4more 17. Jul 2008

Kindergarten!



Anzeige

Stellenmarkt
  1. KOMET GROUP GmbH, Besigheim
  2. Dataport, Hamburg, Bremen
  3. ServiceXpert GmbH, München
  4. MKB Mittelrheinische Bank GmbH, Koblenz


Anzeige
Top-Angebote
  1. 69€
  2. 199€ (Bestpreis!)
  3. (u. a. ASUS ZenWatch 2 Silber/Braun für 79€ statt 142,90€ im Preisvergleich und WD externe 2...

Folgen Sie uns
       


  1. Rocketlab

    Billigrakete startet erfolgreich in Neuseeland

  2. Knappe Mehrheit

    SPD stimmt für Koalitionsverhandlungen mit Union

  3. Gerichtspostfach

    EGVP-Client kann weiter genutzt werden

  4. DLD-Konferenz

    Gabriel warnt vor digitalem Schlachtfeld Europa

  5. NetzDG

    Streit mit EU über 100-Prozent-Löschquote in Deutschland

  6. Facebook

    Nutzer sollen Vertrauenswürdigkeit von Newsquellen bewerten

  7. Notebook-Grafik

    Nvidia hat eine Geforce GTX 1050 (Ti) mit Max-Q

  8. Gemini Lake

    Asrock und Gigabyte bringen Atom-Boards

  9. Eni HPC4

    Italienischer Supercomputer weltweit einer der schnellsten

  10. US-Wahl 2016

    Twitter findet weitere russische Manipulationskonten



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Nachbarschaftsnetzwerke: Nebenan statt mittendrin
Nachbarschaftsnetzwerke
Nebenan statt mittendrin
  1. Hasskommentare Soziale Netzwerke löschen freiwillig mehr Inhalte
  2. Nextdoor Das soziale Netzwerk für den Blockwart
  3. Hasskommentare Neuer Eco-Chef Süme will nicht mit AfD reden

Sgnl im Hands on: Sieht blöd aus, funktioniert aber
Sgnl im Hands on
Sieht blöd aus, funktioniert aber
  1. NGSFF alias M.3 Adata zeigt seine erste SSD mit breiterer Platine
  2. Displaytechnik Samsung soll faltbares Smartphone auf CES gezeigt haben
  3. Vuzix Blade im Hands on Neue Datenbrille mit einem scharfen und hellen Bild

EU-Urheberrechtsreform: Abmahnungen treffen "nur die Dummen"
EU-Urheberrechtsreform
Abmahnungen treffen "nur die Dummen"
  1. EU-Netzpolitik Mit vollen Hosen in die App-ocalypse
  2. Leistungsschutzrecht EU-Kommission hält kritische Studie zurück
  3. Leistungsschutzrecht EU-Staaten uneins bei Urheberrechtsreform

  1. Re: You are not prepared!

    Phone | 07:38

  2. Re: 20 Jahre zu spät...

    Gurumeditation87 | 07:31

  3. Re: Art 38 GG Abs. 1 gilt also nicht für...

    Icestorm | 07:28

  4. Re: von wegen 100% Löschquote :-( - Google...

    bark | 07:10

  5. Re: beBPo?

    Apfelbrot | 06:17


  1. 07:40

  2. 16:59

  3. 14:13

  4. 13:15

  5. 12:31

  6. 14:35

  7. 14:00

  8. 13:30


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel