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US-Rüstungshersteller setzt auf Spielkonsolensteuerung

Training für Militärdrohnen-Steuerung mit Spieltechnik. Bei der Steuerung von Militärdrohnen vom Boden aus ereignen sich Fehler, die der US-Rüstungkonzern Raytheon mit dem entwickelten "Universal Control System" (UCS) verringern will. Das Unternehmen setzt beim Training der Operateure auf Spielkonsolentechnik.
/ Andreas Donath
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Entgegen landläufiger Meinung steuern Militärdrohnen nicht autonom über dem Zielgebiet, sondern sie werden von Bodenstationen aus gelenkt. Das Steuerpersonal am Boden ist viele hunderte oder tausende Kilometer vom Geschehen entfernt und steuert die Drohnen mit Joystick und Konsolen am Bildschirm.

Das neue Ausbildungs- und Steuerungskonzept von Raytheon bietet dem Piloten am Boden ein virtuelles Cockpit, das ein wenig wie ein Computerspiel aussieht und echte Spielkonsolentechnik einsetzt. Unter anderem wird Nintendos Wii-Fernbedienung zur Steuerung eingesetzt.

Die Interface-Entwicklung, die die Computerspielindustrie vorantreibt, hat so auch Auswirkungen auf den realen Krieg – und es wird Aufgabe der Ausbilder sein, dem Bodenpersonal zu verdeutlichen, dass sie eben kein Computerspielzeug bedienen.


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