Studie: Wissenswirtschaft in Deutschland wächst

Jeder vierte Beschäftigte in Deutschland arbeitet in diesem Bereich

Die Wissenswirtschaft, das sind die Branchen, in denen Güter mit hohem Aufwand an Forschung und Entwicklung hergestellt werden, wird immer wichtiger für den Arbeitsmarkt in Deutschland. Der Anteil der Stellenbesetzungen in diesem Bereich wächst kontinuierlich. Zu dem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Artikel veröffentlicht am ,

Die Wissenswirtschaft stellt einen bedeutenden Zweig der deutschen Wirtschaft dar, zu dem etwa 20 Prozent der Betriebe gehören. Gut jeder vierte Beschäftigte arbeitet in diesem Bereich. Der Anteil wächst weiter: Ein Drittel der im Jahr 2007 neu angestellten Fachkräfte unterschrieb einen Arbeitsvertrag bei einem Unternehmen aus der Wissenswirtschaft. Im Jahr 2000 wurde nur jede vierte Fachkraft in diesem Bereich eingestellt, berichtet die Studie "Langfristig handeln, Mangel vermeiden: Betriebliche Strategien zur Deckung des Fachkräftebedarfs Ergebnisse des IAB-Betriebspanels 2007". Dafür hat das Marktforschungsunternehmen TNS Infratest Sozialforschung im Auftrag des IAB knapp 16.000 deutsche Betriebe befragt. Das IAB ist die Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit.

Viele Unternehmen gaben in der Umfrage an, dass sie in den letzten Jahren vermehrt Probleme hatten, freie Stellen zu besetzen. Den vielfach beschworenen Fachkräftemangel fand die Studie hingegen nicht. Denn auch wenn einzelne Unternehmen Stellen nicht oder nur verspätet besetzen könnten, "konnten die Ergebnisse einen flächendeckenden Fachkräftemangel nicht bestätigen", heißt es in der Studie.

"Die Ergebnisse einer Längsschnittanalyse deuten darauf hin, dass es sich bei dem nicht gedeckten Fachkräftebedarf um ein strukturelles Problem handeln könnte", konstatieren die Autoren. Oft hänge es "auch von dem Engagement der Betriebe selbst" ab, ob diese den Bedarf an Fachkräften decken könnten, etwa indem sie Mitarbeiter weiter- oder Nachwuchs ausbilden.

Die Ausbildungsquote in der Wissenswirtschaft liegt nach Angaben der Studie jedoch "unter dem allgemeinen Durchschnitt" von 53 Prozent. Die Ausbildungsquote bezeichnet den Anteil der ausbildungsberechtigten Betriebe, die auch ausbilden. Die Verteilung ist allerdings unterschiedlich: Während Unternehmen, die wissensintensive Dienstleistungen wie Forschung und Entwicklung, Beratung oder Datenverarbeitung anbieten, nur eine Ausbildungsquote von 44 Prozent aufweisen, liegt sie in Industriebetrieben, die selbst forschen, etwa in der chemischen Industrie, der Elektrotechnik oder im Fahrzeug- und Maschinenbau, bei 66 Prozent.

Wer als Berufseinsteiger in der Wissenswirtschaft einen Ausbildungsplatz bekommt, kann sich glücklich schätzen: Die Wahrscheinlichkeit, nach dem Ende der Lehre übernommen zu werden, ist deutlich größer als in anderen Wirtschaftszweigen (72 Prozent gegenüber einem Durchschnitt von 62 Prozent).

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Fruximuxi 16. Jul 2008

Erstens wandern die Studiengebühren nicht dem "Wissenschaftsmarkt" zu sondern der Lehre...

Gutaussehender 16. Jul 2008

Ich mache nämlich auch mit. Ja, ich bin ein WISSENSCHAFTLER! Ich froi mich. Gruß.

Girlande 16. Jul 2008

Gehört Sozialforschung auch zur "Wissenswirtschaft"? Schließlich ist der Aufwand für...



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