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Sony Vaio Z: Leichtes 13-Zoll-Notebook mit 1600 x 900 Pixeln

Modelle mit zwei SSDs oder Blu-ray kommen vorerst nicht nach Deutschland. Im Rahmen der Centrino-2-Neuvorstellung und des gleichzeitig stattfindenden zehnjährigen Jubiläums der Vaio-Serie hat Sony einige neue Notebooks vorgestellt. Aus der Masse der Neuankündigungen hebt sich das Vaio Z mit einen 13,1-Zoll-Bildschirm im 16:9-Format ab und bietet bei geringem Gewicht zudem einen Blu-ray-Brenner sowie optional eine SSD und ein HSDPA-Modem.
/ Andreas Sebayang
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Das Vaio Z tritt die Nachfolge des Vaio SZ an, das Sony nochmals verkleinern und um einige Schwergewichte erleichtern konnte. Insbesondere die Hauptplatine musste viel Fläche abgeben. Um das zu ermöglichen, hat das PCB (Printed Circuit Board) gleich zwölf Schichten und dürfte entsprechend schwer herzustellen sein. Normale Hauptplatinen für Desktoprechner kommen in der Regel mit vier bis sechs Schichten aus.

Auf der Hauptplatine des Vaio Z verbaut Sony Intels neue Core-2-Duo-Prozessoren P8400, P8600 oder P9500, die mit 2,26, 2,4 beziehungsweise 2,53 GHz getaktet sind. Der Arbeitsspeicherausbau liegt bei allen Rechnern bei 4 GByte (DDR3-1066), von denen sich unter dem vorinstallierten Windows Vista Business nur 3 GByte nutzen lassen. Dem Hauptprozessor steht neben der Chipsatzgrafik GMA X4500 auch ein Nvidia-Grafikchipsatz (GeForce 9300M GS) beiseite.

Zwischen Nvidia und Intel-Grafik kann im laufenden Betrieb über einen Schalter gewechselt werden. Mit Intel-Grafik soll das Notebook 5,5 Stunden durchhalten, mit zugeschalteter Nvidia-Grafik verringert sich die Akkulaufzeit auf etwa 4,5 Stunden. Das Ganze verpackt Sony in einem widerstandsfähigen und leichten Kohlenstofffasergehäuse, das auch Stürze aus 72 cm Höhe überstehen soll.

Die Grafikkarte steuert ein LED-LC-Display mit einer Diagonale von 13,1 Zoll an und erreicht Displayauflösungen von bis zu 1.600 x 900 Pixeln. Wie auch Sonys FW-Serie bietet das Display damit dem Nutzer Bilder im videofreundlichen 16:9-Format. Das Display soll außerdem Kratzern gegenüber weniger empfindlich sein und wurde entspiegelt. Über dem Display befindet sich eine kleine Webcam.

Bei einem Gewicht von 1,5 kg finden sich in dem Notebook ein DVD-Brenner und eine Festplatte mit bis zu 320 GByte Speicher. Dank eines Sensors werden die Köpfe der Festplatte im Falle von zu heftigen Erschütterungen in Sicherheit gebracht, damit es zu keinem Datenverlust kommt.

Die Tastatur besteht wie auch bei Apples MacBook aus voneinander isolierten Tasten, die einen hohen Abstand aufweisen. Sony nennt das Isolation Keyboard. Damit soll der Nutzer fehlerfreier tippen und – so Sony – auch mit langen Fingernägeln genug Platz haben.

Für die drahtlose Kommunikation stellt Sony WLAN nach dem 802.11n-Entwurf und Bluetooth 2.0+EDR bereit. Einige Modelle sind zudem mit einem HSDPA-fähigen Mobilfunkmodem ausgestattet, das im Download bis zu 7,2 MBit/s auf den Rechner befördern soll.

Die anderen Anschlüsse sind weitestgehend Standard: zwei USB-Ports, ein 4-Pin-Firewire-Port, ein Anschluss für eine Dockingstation, Gigabit-Ethernet- und Modemanschluss sowie ein Audioausgang und ein Mikrofoneingang. Ein Kartenleser kann nicht nur Sonys eigenes Memorystick-Format lesen, sondern auch SD-Karten aufnehmen. Erweitern lässt sich das Notebook zudem durch einen ExpressCard/34-Slot. Ein zweiter Monitor lässt sich nicht nur über den analogen VGA-Ausgang anschließen, sondern auch digital über eine HDMI-Buchse.

Ausgerechnet das technisch interessanteste Modell wird es nicht nach Deutschland schaffen. In den USA bietet Sony ein Vaio Z mit zwei SSDs zu je 64 GByte an. Sony nennt dies Dual-Channel-SSD, was nichts anderes bedeutet als die Kopplung der beiden SSDs zu einem RAID-0-Verbund. Damit sollen Anwendungen und das Betriebssystem noch schneller starten.

Das Gehäuse bleibt dabei gleich groß, statt einer 2,5-Zoll-Festplatte arbeiten zwei 1,8-Zoll-SSDs in dem Notebook. Bei SSDs macht es keinen Unterschied, ob diese nun im 1,8-Zoll- oder 2,5-Zoll-Format daherkommen, solange der Platz für die Speicherbausteine ausreicht. Eine 1,8 Zoll kleine Festplatte ist hingegen deutlich langsamer als eine 2,5-Zoll-Festplatte.

In den USA ist das Topmodell bei fast 4.000 US-Dollar wahrlich kein Schnäppchen. Das ist auch der Grund, warum sich Sony Deutschland gegen die Veröffentlichung entschieden hat. Der Markt ist zu klein und das Produkt dafür zu teuer. In den USA können sogar Grundmodelle des Vaio Z für einen Aufpreis von 1.320 US-Dollar mit einem RAID-SSD-Verbund ausgestattet werden. Selbst ein Blu-ray-Laufwerk soll als Option angeboten werden. Dieses fehlt in den deutschen Modellen ebenfalls.

Ab Ende August 2008 (34. Kalenderwoche) sollen die Notebooks der Vaio-Z-Serie in Deutschland verfügbar sein. Die Preise fangen bei 1.799 Euro für das kleinste Modell (P8400, 200 GByte) an, gehen über 2.299 Euro für das erste Modell mit HSDPA-Modem (P8600, 250 GByte) und hören bei 2.499 Euro (P9500, 320 GByte) auf. Das teuerste Modell, das ebenfalls mit einem HSDPA-Modem ausgestattet ist, wird es nur bei Sony direkt geben.

Im Rahmen des zehnjährigen Jubiläums der Vaio-Serie hat Sony außerdem zwei weitere Notebookserien mit Centrino 2 angekündigt. Die SR-Serie(öffnet im neuen Fenster) (13,3 Zoll, WXGA, 1,9 kg, 1.299 bis 1.499 Euro) richtet sich an Geschäftskunden, die ihr Notebook auch mal in der Freizeit nutzen und die BZ-Serie(öffnet im neuen Fenster) (15,4 Zoll, WXGA+, 2,7 kg, ab 999 Euro) soll nur Geschäftskunden ansprechen und besitzt als einzige der neuen Serien noch eine herkömmliche Tastatur.

Sowohl die SR- als auch die BZ-Serie sollen bereits Ende Juli/Anfang August 2008 verfügbar sein. Über die ebenfalls neue FW-Serie hat Golem.de bereits berichtet .


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