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Open-Source-Software soll gestohlene Notebooks finden

Adeona übermittelt verschlüsselte Informationen. Die freie Software Adeona soll dabei helfen, gestohlene oder verlorene Notebooks wieder aufzufinden. Da dies normalerweise hoffnungslos ist, senden spezielle Verfolgungsprogramme Informationen, anhand derer sich der Standpunkt des Gerätes nachvollziehen lassen soll. Adeona will eine freie und sichere Alternative zu proprietären Lösungen bieten.
/ Julius Stiebert
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Entwickelt wird die Software an der Universität Washington mit Beteiligung der Universitäten San Diego und California Davis. Die Entwickler haben sie auf dem 17. Usenix Security Symposium(öffnet im neuen Fenster) in San Jose vorgestellt. Adeona wird auf einem Notebook installiert und sendet dann bestimmte Informationen wie die aktuelle IP-Adresse – sofern eine Internetverbindung besteht. Auch Informationen zu den nahe gelegenen Routern werden versendet. Damit könne die Polizei das Gerät eventuell wieder auffinden, so die Entwickler.

Die Daten schickt Adeona an das OpenDHT(öffnet im neuen Fenster) -Netzwerk, einen freien Dienst für verteilte Hashtabellen(öffnet im neuen Fenster) . Dabei wollen die Entwickler einem ihrer Meinung nach bei proprietären Lösungen bestehenden Problem entgegenwirken: Die von Adeona gesendeten Daten sollen anonym sein und sich nicht mit dem Anwender in Verbindung bringen lassen.

Außerdem verschlüsselt Adeona alle Daten. So soll es für Dritte unmöglich sein, auf diese zuzugreifen. Der Besitzer hingegen soll mit seinen Zugangsdaten einfach an alle Informationen kommen. Da die Software unter der GPLv2 veröffentlicht wird, kann zudem jeder nachvollziehen, wie Adeona funktioniert. Auch ist es so möglich, das Programm zu erweitern – beispielsweise um GPS-Systeme zu unterstützen. Unter MacOS X ist Adeona bereits in der Lage, die in vielen Apple-Notebooks vorhandene Webcam zu nutzen, um den mutmaßlichen Dieb zu fotografieren.

Derzeit lässt sich Adeona noch sehr einfach deinstallieren – was auch Dieben die Möglichkeit gibt, die Verfolgungssoftware schnell zu entfernen. Dies soll sich in kommenden Versionen ändern, wenn die Anwender es wünschen. Dann könnte sich Adeona ebenso wie seine proprietären Konkurrenten so im System verankern, dass sich das Programm nicht ohne weiteres löschen lässt.

Die aktuelle Entwicklerversion Adeona 0.2.1(öffnet im neuen Fenster) ist für Linux, MacOS X 10.4 und 10.5 sowie für Windows XP und Vista als Download verfügbar. Die Linux- und MacOS-X-Versionen unterstützen außer 32- auch 64-Bit-Systeme. Eine kurze Installationsanleitung(öffnet im neuen Fenster) gibt es auf den Projektseiten. Näheres zu ihrem System erklären die Entwickler in "Privacy-Preserving Location Tracking of Lost or Stolen Devices: Cryptographic Techniques and Replacing Trusted Third Parties with DHTs" ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ).

Momentan wird die Möglichkeit geprüft, ob sich Adeona für das iPhone und Windows-Mobile-Geräte umsetzen lässt.


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