Abo
  • Services:

EU will Preis für SMS-Roaming auf unter 15 Cent senken

Bisher zahlen Verbraucher das bis zu 25fache einer Inlandskurznachricht

EU-Kommissarin Viviane Reding will die Tarife für SMS-Roaming innerhalb der EU senken. "Der genaue Betrag steht noch nicht fest, aber er wird zwischen 11 und 15 Cent liegen."

Artikel veröffentlicht am ,

Reding hatte den Mobilfunkbetreibern eine Frist bis zum 1. Juli 2008 gesetzt, um die Preise für das Verschicken von Kurznachrichten und für mobiles Internet im Ausland zu senken. Laut Angaben der EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien zahlen EU-Verbraucher beim Roaming im Durchschnitt 28 Cent pro SMS. Die mobile Internetnutzung im Ausland kostet in einigen EU-Staaten 11 Euro pro MByte. Die tatsächlichen Kosten lägen aber bei unter 1 Euro, so Reding.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart
  2. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main

Am heutigen Dienstag, dem 15. Juli 2008, will sie einen entsprechenden Änderungsantrag zur Roamingverordnung vorschlagen. "Der genaue Betrag steht noch nicht fest", sagte Reding der Süddeutschen Zeitung, "aber er wird zwischen 11 und 15 Cent liegen". Pro Jahr würden in der EU rund 200 Milliarden SMS geschrieben, davon 2,5 Milliarden über nationale Grenzen hinweg. Bisher koste die Auslands-SMS das bis zu 25fache einer Inlandskurzmitteilung.

Die neuen Vorschläge der EU-Kommissarin werden noch vom EU-Parlament und Ministerrat beraten. Reding erwartet, dass die neue Verordnung, die auch Preisobergrenzen für mobiles Internet im Ausland vorsehen soll, noch vor der Europawahl im Juni 2009 wirksam wird.

Die GSM Association, ein internationaler Wirtschaftsverband der Mobilfunkbranche, wehrt sich dagegen gegen die neue Preisobergrenze für SMS- und Internetroaming in der EU. Investitionen für neue Netzwerke und Dienste würden reduziert, weil die zunehmende Regulierung der EU die Rentabilität der Unternehmen bedrohe. Europäische Mobilfunkbetreiber könnten im Durchschnitt nur ihre gewichteten Kapitalkosten decken und einige arbeiteten sogar mit Verlust. Auch habe die EU-Regulierung beim Sprachroaming nichts gebracht: Das Volumen der Roaminganrufe sei bis Juli 2008 gegenüber dem Vorjahr lediglich um 11 Prozent gestiegen, während die Betreiber bei den Roamingeinnahmen einen Rückgang von 26 Prozent verzeichneten.

Hier muss die Mobilfunkbranche wohl mehr Ausdauer zeigen. Viele Verbraucher denken bei Telefonaten mit dem Handy im Ausland vor allem an sehr hohe Kosten. Wenn die Netzbetreiber nicht noch mehr und besser informieren, werden viele Handynutzer diese Möglichkeiten weiterhin meiden - aus Angst vor explodierenden Kosten.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 12,49€
  2. 31,99€
  3. (-20%) 15,99€
  4. 13,49€

gorchfrog 15. Jul 2008

So was, was die Mobilfunkanbieter betreiben, ist Preisabsprache. Das ist nur möglich mit...

Flying Circus 15. Jul 2008

Rassist?

bbb-mine 15. Jul 2008

Nööö, die SMS soll nur noch 11 Cent kosten! Da is alles drin!!!

m.kai 15. Jul 2008

erst lesen und dann posten, sorry...

Andreas Heitmann 15. Jul 2008

... denn zum einen kann mittlerweile wohl jedes popelige Mobiltelefon Email empfangen und...


Folgen Sie uns
       


HP Omen X Emporium 65 Gaming-Fernseher - Hands on

Wir haben uns den übergroßen 144-Hz-Gaming-TV von HP auf der CES 2019 näher angesehen.

HP Omen X Emporium 65 Gaming-Fernseher - Hands on Video aufrufen
WLAN-Tracking und Datenschutz: Ist das Tracken von Nutzern übers Smartphone legal?
WLAN-Tracking und Datenschutz
Ist das Tracken von Nutzern übers Smartphone legal?

Unternehmen tracken das Verhalten von Nutzern nicht nur beim Surfen im Internet, sondern per WLAN auch im echten Leben: im Supermarkt, im Hotel - und selbst auf der Straße. Ob sie das dürfen, ist juristisch mehr als fraglich.
Eine Analyse von Harald Büring

  1. Gefahr für Werbenetzwerke Wie legal ist das Tracking von Online-Nutzern?
  2. Landtagswahlen in Bayern und Hessen Tracker im Wahl-O-Mat der bpb-Medienpartner
  3. Tracking Facebook wechselt zu First-Party-Cookie

Datenschutz: Nie da gewesene Kontrollmacht für staatliche Stellen
Datenschutz
"Nie da gewesene Kontrollmacht für staatliche Stellen"

Zur G20-Fahndung nutzt Hamburgs Polizei eine Software, die Gesichter von Hunderttausenden speichert. Schluss damit, sagt der Datenschutzbeauftragte - und wird ignoriert.
Ein Interview von Oliver Hollenstein

  1. Brexit-Abstimmung IT-Wirtschaft warnt vor Datenchaos in Europa
  2. Österreich Post handelt mit politischen Einstellungen
  3. Digitalisierung Bär stößt Debatte um Datenschutz im Gesundheitswesen an

Schwer ausnutzbar: Die ungefixten Sicherheitslücken
Schwer ausnutzbar
Die ungefixten Sicherheitslücken

Sicherheitslücken wie Spectre, Rowhammer und Heist lassen sich kaum vollständig beheben, ohne gravierende Performance-Einbußen zu akzeptieren. Daher bleiben sie ungefixt. Trotzdem werden sie bisher kaum ausgenutzt.
Von Hanno Böck

  1. Sicherheitslücken Bauarbeitern die Maschinen weghacken
  2. Kilswitch und Apass US-Soldaten nutzten Apps mit fatalen Sicherheitslücken
  3. Sicherheitslücke Kundendaten von IPC-Computer kopiert

    •  /