Musikdownloads in Deutschland leicht rückläufig

Internetstrukturdaten der Forschungsgruppe Wahlen Online vorgelegt

Das Herunterladen von Musik aus dem Internet ist leicht rückläufig. Im zweiten Quartal 2008 luden 17 Prozent der Internetnutzer Musik aus dem Netz. Im Vergleichszeitraum vor einem Jahr waren es noch 20 Prozent.

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Vor allem jüngere Menschen ziehen Musik aus dem Netz: 29 Prozent der 18- bis 24-Jährigen, sowie 28 Prozent der 25- bis 29-Jährigen. In den älteren Altersgruppen danach sinkt der Anteil kontinuierlich. Die Angaben sind Teil der aktuellen Internetstrukturdaten, die die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen Online (FGW Online GmbH) vorgelegt hat. Eine Unterscheidung zwischen bezahlten und kostenlosen Downloads von Musikdateien wurde bei der repräsentativen telefonischen Befragung nicht getroffen, sagte eine Sprecherin von FGW Online Golem.de.

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Nahezu alle 18- bis 24-Jährigen nutzen das Internet (95 Prozent), bei den 25- bis 29-Jährigen liegt der Anteil bei 92 Prozent. In der großen Gruppe der über 60-Jährigen sind 27 Prozent online.

Jeder dritte Internetnutzer (32 Prozent) sucht im World Wide Web nach Jobs, hier gab es gegenüber dem Vorjahr fast keine Änderung. So informieren sich 58 Prozent der befragten Auszubildenden über den Stellenmarkt. Arbeitslose suchen naturgemäß mit 81 Prozent häufiger online nach Stellen als Menschen, die ihren Job nur als gefährdet erachten (52 Prozent) oder jene, die sich in Jobsicherheit wähnen (24 Prozent).

Auch Preissuchmaschinen erfreuen sich hoher Beliebtheit: Vier von fünf Nutzern stellen Preisvergleiche an, 67 Prozent kaufen im Internet ein und 52 Prozent managen ihr Konto online. 38 Prozent informieren sich über Aktuelles aus der Politik, 35 Prozent über Versicherungen, 34 Prozent lesen Wirtschafts- und Börsennews und neun Prozent sind als Onlinebroker unterwegs.

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Wie im ersten Quartal 2008 gingen auch im aktuellen Erhebungszeitraum 64 Prozent der Deutschen ab 18 Jahren von zu Hause, am Arbeitsplatz oder anderswo ins Internet. Konstant geblieben ist mit 74 Prozent bei den Männern und 56 Prozent bei den Frauen die geschlechtsspezifische Unterscheidung. Im Westen der Bundesrepublik Deutschland ist die Nutzerrate mit 65 Prozent etwas höher als im Osten (61 Prozent). 72 Prozent der Befragten haben in ihrem Haushalt einen Internetanschluss, den aber nicht alle nutzen.

Unverändert spielt die formale Bildung eine ausschlaggebende Rolle dafür, ob jemand regelmäßig online ist. So sind nur 21 Prozent der erwachsenen Deutschen mit Hauptschulabschluss (ohne Lehre) im Internet präsent und 49 Prozent der Hauptschüler mit Berufsausbildung, dagegen aber 77 Prozent der Befragten mit mittlerer Reife sowie 90 Prozent mit Hochschulreife. Und etwa die Hälfte der Arbeiter (48 Prozent), 67 Prozent der einfachen und mittleren Angestellten und Beamten, aber 75 Prozent der leitenden Angestellten und höheren Beamten sowie 76 Prozent der Selbstständigen nutzen das Internet.

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