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AmigaOS 4.1 soll bald kommen

Kommt auch der AmigaOne-Nachfolger von Amiga Inc. noch? AmigaOS 4.1 befindet sich nun in der finalen Testphase vor der Veröffentlichung. Wie Hyperion Entertainment mitteilte, wird das Betriebssystem damit um viele neue Funktionen erweitert und den nicht mehr verkauften AmigaOne voraussetzen - kommt vielleicht doch noch eine Nachfolgehardware von Amiga Inc.?
/ Christian Klaß
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AmigaOS 4.0 für den AmigaOne erschien im Dezember 2006, nachdem der AmigaOne eingestellt war. Die Version für klassische Amigas mit 680x0er-CPU und PowerPC-Beschleunigerkarten folgte fast ein Jahr später im November 2007. Um die Version 4.0 entbrannte ein Streit zwischen Hyperion Entertainment und Amiga Inc., bei dem Amiga-Chef Bill McEwen den Partner für den Stillstand bei der Weiterentwicklung der Plattform mitverantwortlich machte. Eine bereits angekündigte, aber noch nicht erschienene neue Amiga-Hardware habe sich wegen AmigaOS 4.0 verzögert.

Der Streit könnte jedoch beigelegt sein, denn Hyperion hat die Version 4.1 von AmigaOS für Mitte des dritten Quartals 2008 - und damit rein rechnerisch für den August - angekündigt(öffnet im neuen Fenster) . Derzeit befinde sich AmigaOS 4.1 in der finalen Testphase, setze auf dem Fundament der Version 4.0 auf und erweitere dieses um viele neue Funktionen. So soll das Betriebssystem mit intelligentem Memory Paging aufwarten und bei Bedarf Speicherinhalte auch auf die Festplatte auslagern können - damit ist es laut Hyperion endlich für moderne Datenbankanwendungen geeignet.

Weitere Verbesserungen betreffen die hardwarebeschleunigte Grafikausgabe. Hyperion verspricht, dass die Warp3D-Radeon-Treiber generell überarbeitet wurden. Die neue Hardware-Compositing-Engine für 3D-beschleunigte Effekte wie Transparenz oder Deformation unterstützt AMDs Radeon-Familien R1xx und R2xx - empfohlen wird eine im PC-Bereich seit langem veraltete Radeon 9250. Das Bewegen von Fenstern mittels 3D-Hardwarebeschleunigung will Hyperion ebenfalls verbessert haben. Dazu erhält AmigaOS 4.1 noch eine eigene Variante der freien, hardwareunabhängigen 2D-Rendering-Bibliothek Cairo(öffnet im neuen Fenster) , die auch auf anderen Systemen existiert und etwa von Firefox 3 und OpenOffice genutzt wird. Ob beide für Windows, Linux und MacOS X erhältlichen Anwendungen ihren Weg damit auch auf den AmigaOne mit AmigaOS 4.1 finden werden, bleibt abzuwarten.

Die grafische Bedienoberfläche von AmigaOS, die Amiga Workbench(öffnet im neuen Fenster) , wird zudem laut Hyperion neue Funktion unterstützen. Die Programmstartleiste AmiDock bietet endlich echte Transparenz. Und die Kompatibilität zu Digitalkameras soll durch das Picture Transfer Protocol (PTP) verbessert werden. Mit dem Dateisystem JXFS lassen sich Festplattenlaufwerke und Partitionen mit Kapazitäten von mehreren Terabyte anlegen. Dazu sollen viele weitere neue Funktionen kommen, die Hyperion aber in seiner Ankündigung noch nicht aufführt.

"Mit diesen neuen Funktionen bereitet AmigaOS 4.1 den Weg für zahllose aufregende Möglichkeiten für die Amiga-Plattform. Tatsächlich ist AmigaOS 4.1 nicht nur die bisher am weitesten entwickelte AmigaOS-Inkarnation, sie ist außerdem der beste Weg, um sich wieder mit den Zeiten bekanntzumachen, in denen die Computerei noch Spaß machte" , wirbt Hyperion Entertainment in seiner Ankündigung. Da der AmigaOne nicht mehr unterstützt wird, ist das entweder pure nostalgisch angehauchte Übertreibung - oder ein Hinweis darauf, dass Amiga Inc. bald mit neuer, wie üblich verspäteter Hardware aufwartet.

AmigaOS 4.1 soll wieder weltweit über Hyperions Partner Acube Systems(öffnet im neuen Fenster) vertrieben werden, den Preis für das neue Betriebssystem verrieten die Entwickler noch nicht.


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