Rambus klagt gegen Nvidia wegen Patentverletzung
Nach der Darstellung von Rambus - eine Erwiderung von Nvidia steht noch aus - sollen von Chipsätzen über Grafikprozessoren bis zu Systems-on-a-Chip alle Produkte von Nvidia Rambus-Patente verletzen. Die klagende Firma stellt selbst keine Halbleiter her, sondern entwickelt Speichertechnologien, die dann an Chiphersteller lizenziert werden. Dabei stammt nach Meinung von Rambus nicht nur der bekannte Rambus-Speicher aus der eigenen Entwicklungsabteilung.
Auch Teile sämtlicher aktuellen und weit verbreiteten Speicherformen von SDR bis DDR3 und von GDDR bis GDDR3 sind laut Rambus lizenzpflichtig. Mit dieser Auffassung hatte sich das Unternehmen bereits mehrfach auf juristischem Weg gegen Speicherhersteller durchgesetzt und war zuletzt auch aus einer Untersuchung durch die US-Handelsaufsicht FTC als Sieger hervorgegangen . Bei den Klagen gegen Chiphersteller einigte man sich nach langem Hin und Her in der Regel außergerichtlich mit Zahlungen in dreistelliger Millionenhöhe an Rambus.
Wie die klagefreudige Firma in einer Stellungnahme(öffnet im neuen Fenster) zu den Vorwürfen gegen Nvidia betont, verhandle man bereits seit sechs Jahren. Bereits Ende 2000 hatte Rambus erstmals öffentlich entsprechende Forderungen erhoben . Nvidia lehne es jedoch strikt ab, Lizenzgebühren an Rambus zu zahlen. Dennoch, so Rambus weiter, hofft man auch während des Verfahrens noch auf eine gütliche Einigung - die dann wie üblich mit hohen Schadensersatzzahlungen ausfallen dürfte.