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Gnome 3.0 soll kommen

Gtk+ wagt den Versionssprung. Das Toolkit Gtk+ wird in der Version 3.0 erscheinen - und der Gnome-Desktop folgt. Lange wurde darüber diskutiert, ob dieser Schritt gewagt werden soll. Die Kompatibilität mit alten Anwendungen wird dabei nicht erhalten bleiben.
/ Julius Stiebert
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Über Gnome 3.0 - auch bekannt als Projekt Topaz - wurde in der Vergangenheit viel diskutiert. Klar war: Gnome 3.0 wird es erst geben, wenn die für die grafische Bedienoberfläche verwendeten Klassenbibliotheken Gtk(öffnet im neuen Fenster) den Versionssprung wagen. Das steht nun bevor. Der Gtk+-Entwickler Kristian Rietveld gab diesen Plan auf der Entwicklerkonferenz Guadec in Istanbul bekannt, wie der Standard(öffnet im neuen Fenster) berichtet.

Große neue Funktionen sind dabei nicht geplant. Vielmehr soll Gtk+ 3.0 Altlasten ablegen. Erst in späteren Versionen sollen neue Funktionen folgen. Nachgedacht wird unter anderem über Compositing-Möglichkeiten für grafische Effekte, aber auch über neue Theme-Funktionen und Alpha-Transparenz.

Wenn veraltete Funktionen aus Gtk+ entfernt werden, werden allerdings API und ABI inkompatibel zur alten Entwicklungsreihe. Anwendungen, die momentan Gtk 2.x verwenden, müssen also auf die neue Version des Toolkits portiert werden. Das soll aber so einfach wie möglich gehalten werden. Bereits nach der anstehenden Gtk-Version 2.16 soll Gtk 3.0 erscheinen. Anschließend sind regelmäßige Veröffentlichungen geplant, die dann nach und nach neue Funktionen mitbringen.

Im Anschluss an Rietvelds Vortrag gab das Gnome-Team bekannt, dass es nun auch den Versionssprung wagen will. Auch hier sollen zuerst Teile verschwinden, die die freie Desktopumgebung noch immer mitschleppt, die aber schon längst als "deprecated" gekennzeichnet sind.


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