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ISO befürwortet Ablehnung der Einsprüche gegen OOXML

Empfehlung an das Technical Management Board aufgetaucht. Die Generalsekretäre der ISO sind offenbar zu dem Schluss gekommen, dass es bei der Standardisierung von Office Open XML (OOXML) keine Verfahrensfehler gegeben hat. Sie empfehlen ihrem Technical Management Board, die von vier Ländern eingereichten Beschwerden abzulehnen.
/ Julius Stiebert
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Das Schreiben an das Technical Management Board(öffnet im neuen Fenster) wurde unter anderem bei Groklaw(öffnet im neuen Fenster) als PDF veröffentlicht. Auch der Standardisierungsexperte Andy Updegrove berichtet in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) darüber. In dem Brief wird empfohlen, die Einsprüche von Brasilien, Indien, Südafrika und Venezuela abzulehnen.

Die von den Ländern bemängelten Umstände seien inkorrekt. Allerdings ist dies nur eine Empfehlung. Das Technical Management Board und das zuständige Gremium der ISO-Partnerorganisation IEC müssen ihr nicht folgen.

OOXML wurde im April 2008 zum internationalen Standard erklärt , nachdem es in einer ersten Abstimmungsrunde im Jahr 2007 nicht die nötigen Stimmen bekam. Der Standardisierungsprozess sorgte jedoch für Aufsehen, da es verschiedene Berichte über Unregelmäßigkeiten in den nationalen Gremien gab. Außerdem wurde OOXML im sogenannten Fast-Track-Verfahren behandelt. Die dabei zur Verfügung stehende Zeit wurde angesichts der über 6.000 Seiten langen Spezifikationen von vielen nicht als ausreichend angesehen. Die ISO hat den Standard auf Grund der Beschwerden bislang nicht veröffentlicht .


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