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Yahoo-Chef: "Microsoft und Icahn wollen uns nur schaden"

Jerry Yang schießt zurück. Yahoo-Chef Jerry Yang hat Microsoft und dem Investor Carl Icahn vorgeworfen, dem Internetunternehmen mit ihrem neuerlichen Kaufvorstoß nur noch schaden zu wollen. Es sei eine "wirklich falsche Entscheidung" , Icahn und seinem Schattenaufsichtsrat zu folgen.
/ Achim Sawall
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Microsoft hatte erklärt , die Übernahmeverhandlungen mit Yahoo sofort wieder aufzunehmen, sobald ein neuer Aufsichtsrat und ein neuer Vorstand ernannt seien. Der US-Multimilliardär und Yahoo-Großaktionär Carl Icahn befürwortet dies und will Yang ebenfalls "schnell ersetzen" . Das neue Board of Directors, für das Icahn selbst kandidiert, soll in Kürze den Anteilseignern die Angebote Microsofts unterbreiten. Vor zwei Monaten hatte der Softwarehersteller wegen Widerständen in der Yahoo-Führung seine 47,5-Milliarden-US-Dollar-Offerte zurückgezogen.

"Ich denke, dass ich Yahoo Stabilität zurückbringen kann. Und ich will das Unternehmen weiter aufbauen" , sagte Yang in einem Interview. "Die Destabilisierung durch Microsoft erfolgt jetzt mehr und mehr gezielt. Damit bin ich nicht zufrieden."

Yang nannte Microsofts "augenscheinliche Ablehnung" sofortiger Neuverhandlungen "verwirrend" . Man würde jedes Angebot von Microsoft "genau prüfen" . Berater beider Konzerne hätten sich in der vergangenen Woche getroffen. Gegenwärtig gebe es keine offiziellen Gespräche, sagte er.

Am 1. August findet die entscheidende Aktionärsversammlung bei Yahoo statt. Wie das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) erfahren hat, laufen weiterhin Verhandlungen zwischen Icahn und Yahoo-Aufsichtsratchef Roy Bostock.


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