• IT-Karriere:
  • Services:

IBM-Projekt soll Sehbehinderten die Webnutzung erleichtern

Gemeinschaftsprojekt ergänzt fehlende Informationen in Webdokumenten

Für sehbehinderte Nutzer, die sich Webseiten von Screen Readern vorlesen lassen, sind Seiten mit mangelhaftem HTML-Code nicht gut nutzbar. Über das von IBM gegründete "Social Accessibility Project" können sehende Internetnutzer fehlende Informationen in Webseiten ergänzen, um Sehbehinderten deren Nutzung zu vereinfachen.

Artikel veröffentlicht am ,

Viele Webdesigner kümmern sich mehr um das gute Aussehen als um Nutzerfreundlichkeit oder Barrierefreiheit ihrer Produkte. Für blinde oder sehbehinderte Nutzer, die sich Webseiten von sogenannten Screen Readern vorlesen lassen, sind manche Webseiten jedoch kaum nutzbar. Fehlt beispielsweise bei einem Bild eine Beschreibung, erfährt ein sehbehinderter Nutzer zwar, dass ein Bild in eine Seite eingebunden ist, nicht aber, was es zeigt. Handelt es sich dabei um Navigationselemente wie Menübuttons, wird Sehbehinderten die Nutzung einer Seite sehr erschwert.

 
Video: IBM-Video über das Projekt

Stellenmarkt
  1. Amprion GmbH, Dortmund
  2. Kommunale Unfallversicherung Bayern, München

Mit dem "Social Accessibility Project" will IBM dazu beitragen, diese Probleme zu beheben. Dazu sollen Seiten, auf denen die Vorleseprogramme Probleme haben, durch zusätzliche HMTL-Tags ergänzt werden, um eine barrierefreie Nutzung zu gewährleisten. Die Idee ist, dass sich Sehbehinderte und Sehende gemeinsam an dem Projekt beteiligen.

Fällt einem Sehbehinderten ein Problem auf einer Seite auf, zum Beispiel eine fehlende Bildbeschreibung, meldet er das an eine Datenbank. Die sehenden Projektmitarbeiter bekommen eine Liste der gemeldeten Probleme angezeigt. Sie beheben sie, indem sie die fehlenden Informationen ergänzen. Da sie jedoch keinen Zugriff auf den HTML-Code der Originalseite haben, werden diese Ergänzungen als Metadaten in der Datenbank des Projektes gespeichert. Ein Screen Reader greift dann auf diese neuen Metadaten zu und liest sie dem Nutzer vor.

Sehbehinderte müssen für die Teilnahme an dem Projekt eine Erweiterung für ihren Screen Reader installieren. Derzeit wird laut IBM allerdings nur der Screen Reader JAWS im Internet Explorer unterstützt. Die sehenden Teilnehmer brauchen eine Erweiterung für den Firefox.

"Das Internet ist zu einer wichtigen Infrastruktur für die Gesellschaft geworden", sagt Chieko Asakawa, die selbst blind ist. Sie leitet das Team bei IBM in Tokio, das die Software entwickelt hat. Sehbehinderte Nutzer hätten, so Asakawa, jedoch Probleme, da häufig Alternativtexte fehlten, die für die Nutzung einer Seite mit einem Bildschirmleseprogramm unentbehrlich seien. "Um dieses Problem zu lösen, kamen wir auf die Idee, das erste Werkzeug zu entwickeln, das es sehbehinderten und sehenden Internetnutzern, die an dem Social Accessibility Project teilnehmen wollen, ermöglicht, gemeinsam etwas dafür zu tun, dass Webinhalte besser zugänglich werden."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-27%) 14,50€
  2. (u. a. Star Wars Episode I Racer für 1,93€, Star Wars: The Force Unleashed - Ultimate Sith...
  3. 28,99€

AlteHippe 09. Jul 2008

Rund läuft da wohl nicht viel.

Jochen B. 09. Jul 2008

Ein Webedesigner der hier dann viele Korrekturen für seine Seiten findet, sollte sich...

Tiggr 09. Jul 2008

Hallo! Schlagt mich nicht, aber ich finde das wenig sinnvoll! Beim nächsten Seitenupdate...

IstOGal 09. Jul 2008

Was ist denn mit diesen ganzen tollen und fetten Flash-Seiten? Kommt da ein Screen-Reader...


Folgen Sie uns
       


Samsung Galaxy S20 Ultra - Test

Das Galaxy S20 Ultra ist Samsungs Topmodell der Galaxy-S20-Reihe. Der südkoreanische Hersteller verbaut erstmals seinen 108-Megapixel-Kamerasensor - im Test haben wir uns aber mehr davon versprochen.

Samsung Galaxy S20 Ultra - Test Video aufrufen
Indiegames-Rundschau: Stadtbaukasten trifft Tentakelmonster
Indiegames-Rundschau
Stadtbaukasten trifft Tentakelmonster

Traumstädte bauen in Townscaper, Menschen fressen in Carrion und Bilderbuchgrusel in Creaks: Die neuen Indiegames bieten viel Abwechslung.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Licht aus, Horror an
  2. Indiegames-Neuheiten Der Saturnmond als galaktische Baustelle
  3. Indiegames-Rundschau Dunkle Seelen im Heavy-Metal-Rausch

8Sense im Test: Vibration am Kragen gegen Schmerzen im Rücken
8Sense im Test
Vibration am Kragen gegen Schmerzen im Rücken

Das Startup 8Sense will mit einem Ansteckclip einer Bürokrankheit entgegenwirken: Rückenschmerzen. Das funktioniert - aber nicht immer.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Rufus Cuff Handgelenk-Smartphone soll doch noch erscheinen
  2. Fitnesstracker im Test Aldi sportlich abgeschlagen hinter Honor und Mi Band 4

Golem on Edge: Wo Nachbarn alles teilen - auch das Internet
Golem on Edge
Wo Nachbarn alles teilen - auch das Internet

Mehr schlecht als recht arbeiten zu können und auch nur dann, wenn die Nachbarn nicht telefonieren - das war keine Dauerlösung. Wie ich endlich Internet in meine Datsche bekommen habe.
Eine Kolumne von Sebastian Grüner

  1. Anzeige Die voll digitalisierte Kaserne der Zukunft
  2. Keine Glasfaser, keine IT-Kompetenz Schulen bemühen sich vergeblich um Geld aus dem Digitalpakt
  3. Kultusministerien Schulen rufen kaum Geld aus Digitalpakt ab

    •  /