Google Lively - kostenlose 3D-Chaträume für Webseiten

Als Lösung stellt sie ihren 3D-Chatraum Lively(öffnet im neuen Fenster) vor, den Nutzer in ihre Blogs oder Websites integrieren, selbst gestalten und gemeinsam mit ihren Besuchern zur Kommunikation nutzen können. In den Lively-Räumen erfolgt die Kommunikation mittels Textchat und animierten Gesten (Emotes) wie Umarmen oder Winken. Die vorgefertigten, comicartigen Avatare lassen sich individualisieren, durch Änderung des Aussehens und der Kleidung. Es ist bisher nicht möglich, Avatare selbst zu erstellen.
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| Video: Google Lively – 3D-Chaträume für Blogs und Webseiten |
Das von Wang ersonnene Nebenprojekt, für das Wang 20 Prozent ihrer Arbeitszeit abzweigen durfte, ist mittlerweile mit Unterstützung weiterer Entwickler als Google-Labs-Projekt Lively auf dem Weg zum vollwertigen neuen Google-Dienst. Noch wird getestet und Feedback ist erbeten.
Den auf Nutzerseite benötigten Lively-Client gibt es bislang nur für Windows XP und Vista. Mac oder Linux würden noch nicht unterstützt, so das Lively-Team. Es hofft aber laut offizieller Projektwebseite in Zukunft auch weitere Betriebssysteme(öffnet im neuen Fenster) zu unterstützen. Als Browser werden derzeit der Internet Explorer oder Firefox vorausgesetzt. Hardwareseitig ist eine Grafikkarte ab GeForce-2-Leistungsklasse mit mindestens 32 MByte Grafikspeicher(öffnet im neuen Fenster) erforderlich.
Zudem kann aus einer Liste von Formen und Grundrissen das Passende für den eigenen Lively-Raum gewählt werden. Nachdem der Lively-Raum fertig ist, lassen sich Möbel hinzufügen. Auf virtuellen Fernsehern und in virtuellen Bilderrahmen können zudem im eigenen Lively-Chatraum auch Youtube-Videos sowie Fotos gezeigt werden. Für jeden Chatraum gibt es einen festlegbaren Ort, an dem die eintretenden Avatare auftauchen.
Google listet alle Lively-Räume in einem Verzeichnis, so dass sie leichter gefunden werden. Wenn es darum geht, einen privaten, nur für ausgewählte Nutzer zugänglichen Lively-Raum zu erstellen, dann ist dies laut Beschreibung(öffnet im neuen Fenster) bisher nur in Verbindung mit eigenen Gruppen auf Facebook möglich.
Ein Editor für eigene Avatare, Räume und Objekte fehlt Lively bisher. Alles was bisher geboten wird, stammt von Google und externen Partnern. Das wird aber nicht lange so bleiben: "Wir hoffen, bald nutzergenerierte Inhalte(öffnet im neuen Fenster) und noch mehr Anpassungsmöglichkeiten bieten zu können, aber bis dahin gibt es im Katalog eine große Auswahl zur Personalisierung von Lively" , heißt es seitens Google. Spätestens damit wird Lively weiter gehen als viele existierende oder in Entwicklung befindliche kommerzielle 3D-Chatwelten und rückt zudem in die Nähe von Second Life.



