Microsoft bringt vier Sicherheitspatches

Vier Patches beseitigen neun Sicherheitslöcher

Am Patchday im Juli beseitigt Microsoft insgesamt neun Sicherheitslücken in den Softwareprodukten des Unternehmens. Ein Sicherheitsloch kann sogar zum Ausführen von Schadcode missbraucht werden. Dieses betrifft auch Windows Vista. Angreifer können darüber ein fremdes System unter Kontrolle bringen.

Artikel veröffentlicht am ,

Der Windows Explorer in Windows Vista und im Windows Server 2008 analysiert Suchdateien beim Abspeichern nicht korrekt. Dadurch kann ein Angreifer beliebigen Programmcode auf einem fremden System ausführen. Dazu muss er das Opfer dazu bringen, eine präparierte Suchdatei im Windows Explorer zu öffnen und wieder zu speichern. Dann wird der Windows Explorer beendet, wieder neu gestartet und dabei lässt sich schadhafter Programmcode ausführen. Mit einem Patch soll der Fehler nun korrigiert werden, der bereits im Vorfeld bekannt war. Systeme mit Windows 2000, XP oder Windows Server 2003 haben den Fehler nicht.

Stellenmarkt
  1. Testingenieur Software- / System-Test (m/w/d)
    Schaeffler Engineering GmbH, 58791 Werdohl
  2. CRM-Manager & Data-Analyst (m/w/d)
    Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG, Chemnitz
Detailsuche

Ein weiterer Patch für Windows beseitigt gleich zwei Sicherheitslecks in den DNS-Funktionen des Betriebssystems. Ein Fehler betrifft sowohl den DNS-Client als auch den DNS-Server, während das andere Sicherheitsloch nur im DNS-Server steckt. Über beide Lücken können Angreifer Spoofing-Angriffe ausführen. Der Fehler betrifft Windows 2000, XP sowie Windows Server 2003 und 2008. Windows Vista und Windows Server 2008 für Itanium-Systeme weisen den Fehler nach Microsofts Angaben nicht auf. Dieser Patch bezieht sich wohl auch auf die gemeldete Sicherheitslücke im DNS, denn der UDP-Quellport von DNS-Anfragen wird nun zufällig gewählt.

Zwei weitere Sicherheitslecks stecken im Outlook Web Access vom Exchange Server 2003 sowie 2007 und verschaffen Angreifern höhere Benutzerrechte. Ein Opfer muss dazu verleitet werden, eine manipulierte E-Mail über Outlook Web Access zu öffnen, dann kann der Angreifer schadhaften Scriptcode ausführen. Auf diesem Wege lassen sich dann beliebige Befehle innerhalb der laufenden Sitzung von Outlook Web Access aufrufen. Mit einem Patch will Microsoft die Fehler nun korrigieren.

Im SQL Server 7, 2000 sowie 2005 befinden sich gleich vier Sicherheitslecks, die im schlimmsten Fall zum Zugriff auf vertrauliche Informationen missbraucht werden können. Die Sicherheitslecks betreffen aber auch die Dienste Microsoft Data Engine, Windows Internal Database (WYukon), SQL Server Desktop Engine, die etwa Bestandteil verschiedener Windows-Ausführungen sind. Der passende Patch steht nun als Download bereit.

Die genannten Sicherheitspatches verteilt Microsoft auch über die Updatefunktion des Betriebssystems, so dass sie gesammelt heruntergeladen werden können.

Das Sicherheitsloch im ActiveX-Control für den Snapshot-Viewer der Datenbanksoftware Access ist weiterhin offen. Einen Patch hat Microsoft wie erwartet nicht veröffentlicht. Angreifer können darüber also weiterhin schadhaften Programmcode ausführen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


dankbarer 10. Jul 2008

Aber trotzdem Danke für die Info. Muß ja auch mal gesagt werden. :)

unterschichten|... 09. Jul 2008

ach wolfi, wenn du nur auf neue sachen stehst, kauf dir die neusten hits vom poptitanen...

hrhrhr 09. Jul 2008

Das sollte Vista sein, das sogar mit NASA oder so ähnlich entwickelt wurde... Wie kommts...

Dörte 09. Jul 2008

...mal ehrlich, das ist jetzt nicht wirklich was bahnbrechend neues. ;)



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Akkutechnik
Lithiumknappheit führt zu Rekordpreisen

Preise steigen in einem Jahr von Rekordtief auf Rekordhoch. Das Angebot hält mit unerwartet hoher Nachfrage nach Lithium-Ionen-Akkus nicht mit.
Eine Analyse von Frank Wunderlich-Pfeiffer

Akkutechnik: Lithiumknappheit führt zu Rekordpreisen
Artikel
  1. Telekom: Firmen wollen private 5G-Netze gar nicht selbst betreiben
    Telekom
    Firmen wollen private 5G-Netze "gar nicht selbst betreiben"

    Laut Telekom wollen die Firmen in Deutschland ihre über 110 5G-Campusnetze nicht selbst führen. Doch es gibt auch andere Darstellungen.

  2. Smartphone-App: Digitaler Führerschein leidet unter enormen Schwierigkeiten
    Smartphone-App
    Digitaler Führerschein leidet unter enormen Schwierigkeiten

    Mit dem großen Andrang habe das Kraftfahrt-Bundesamt nicht gerechnet. Nun ist die App kaputt. Ein Update soll es richten.

  3. Blizzard: Reger Handel mit Gegenständen aus Diablo 2 Resurrected
    Blizzard
    Reger Handel mit Gegenständen aus Diablo 2 Resurrected

    Besonders mächtige Ausrüstung aus Diablo 2 Resurrected wird auf Auktionsbörsen gehandelt.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • 7 Tage Samsung-Angebote bei Amazon (u. a. SSDs, Monitore, TVs) • Samsung G5 32" Curved WQHD 144Hz 265€ • Räumungsverkauf bei MediaMarkt • Nur noch heute: Black Week bei NBB • Acer Nitro 23,8" FHD 165Hz 184,90€ • Alternate (u. a. Cooler Master Gaming-Headset 59,90€) [Werbung]
    •  /