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Google gibt Protocol Buffers als Open Source frei

Automatische Generierung spezifischer Nachrichten-Handler. Sogenannte "Protocol Buffer" sind ein wesentlicher Teil von Googles Infrastruktur und nun als Open Source verfügbar. Die Technik erlaubt es, strukturierte Daten auf effiziente Art und Weise zwischen Systemen auszutauschen, ohne die spezifischen Nachrichtenformate in verschiedenen Programmiersprachen implementieren zu müssen.
/ Jens Ihlenfeld
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Googles Protocol Buffers basieren auf einer sogenannten .proto-Datei, die das Format der Nachricht beschreibt. Aus dieser einmaligen Beschreibung generiert ein Compiler den notwendigen Quelltext für verschiedene Programmiersprachen, um Nachrichten dieser Form zu verarbeiten. In der aktuell veröffentlichten Version werden Java, C++ und Python unterstützt.

Dabei erfüllen Protocol Buffer denselben Zweck wie XML, nur sind sie kleiner, schneller und einfacher. Google selbst setzt sie in seinem Cluster in großem Umfang ein, da zwischen den zahlreichen einzelnen Rechnern große Datenmengen ausgetauscht werden müssen und die Verarbeitung von XML hier zu viel Ressourcen kosten würde. Mehr als 12.000 .proto-Dateien kommen so bei Google zum Einsatz, um mehr als 48.000 unterschiedliche Nachrichtentypen zu unterstützen.

Neben einer recht effizienten Verarbeitung strukturierter Daten bieten Protocol Buffers auch den Vorteil, dass sich verschiedene Versionen eines Datenformats nutzen lassen. Systeme, die noch mit einer alten Implementierung ausgestattet sind, ignorieren die zusätzlichen Daten einfach.

Details zu den als Open Source veröffentlichten Protocol Buffers 2.0 Beta finden sich unter code.google.com/apis/protocolbuffers(öffnet im neuen Fenster) ebenso wie Tutorials und die entsprechenden Quelltexte zum Download.


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