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Microsoft will Yahoo nur unter neuer Führung kaufen

Multimilliardär Icahn trommelt weiter für Palastrevolution bei Internetkonzern. Der Softwarekonzern Microsoft hat offiziell erklärt, die Übernahmeverhandlungen mit Yahoo sofort wieder aufzunehmen, falls auf der Aktionärsversammlung des Internetkonzerns im kommenden Monat ein neues Board of Directors und ein neuer Vorstand an die Macht kommen.
/ Achim Sawall
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Microsoft sei im Falle eines Führungswechsels offen für einen "Kauf der Yahoo-Suchmaschine, und alternativ auch des gesamten Unternehmens" , so der Konzern(öffnet im neuen Fenster) .

Einer der Befürworter der Übernahme von Yahoo durch Microsoft ist der US-Multimilliardär und Yahoo-Großaktionär Carl Icahn. Der 71-jährige Spekulant hatte sich kurz zuvor mit einem neuerlichen Schreiben(öffnet im neuen Fenster) an die Yahoo-Anleger gewandt und erklärt, dass Microsoft-Chef Steve Ballmer ihm gegenüber unmissverständlich klargemacht habe, dass er mit der gegenwärtigen Yahoo-Führung in keinem Fall neue Gespräche aufnehmen werde. Dieser "einfachen Logik" Ballmers gelte es nun zu folgen, so Icahn.

Die mit Spannung erwartete Aktionärsversammlung Yahoos ist für den 1. August 2008 angesetzt. Im Falle eines erfolgreichen Putsches sei der gegenwärtige Yahoo-Chef Jerry Yang laut Icahn "schnell zu ersetzen" . Das neue Board of Directors, für das Icahn selbst kandidiert, werde dann "nur sehr kurz" im Amt sein, um den Anteilseignern entweder ein "sehr attraktives Angebot" Microsofts für den Erwerb der Yahoo-Suchmaschine oder für das ganze Unternehmen zu unterbreiten.

Microsoft will sich dagegen – zumindest offiziell – aus einer Kampfabstimmung um die Yahoo-Führungsgremien heraushalten. "Wir respektieren das Recht der Yahoo-Anleger, selbst über das Schicksal des Unternehmens zu entscheiden" , so Microsoft weiter.

Vor zwei Monaten hatte der Softwarehersteller wegen Widerständen seine 47,5-Milliarden-US-Dollar-Offerte an Yahoo zurückgezogen. Seitdem steht die Yahoo-Führung unter massivem Druck seiner Großaktionäre, der auch nach einem Pakt zwischen Yahoo und Google nicht nachließ.


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