Abo
  • Services:

Intel mahnt Programmierer zu Many-Core-Optimierung

Der Compiler allein kann es künftig nicht mehr richten

In einem Blogeintrag aus Intels Forschungsabteilung weist der Compilerentwickler Anwar Ghuloum darauf hin, dass sich Programmierer in Zukunft nicht mehr allein auf Software verlassen können, die ihnen die Arbeit abnimmt. Um die vielen Kerne künftiger Rechner zu nutzen, müsse man umdenken - bis hin zu den grundlegenden Algorithmen.

Artikel veröffentlicht am ,

Das schreibt Anwar Ghuloum in einem Blogeintrag. Ghuloum gilt als einer der führenden Spezialisten für die Parallelisierung von Rechenaufgaben. Nach seinen Abschlüssen an der UCLA und der Carnegie-Mellon-Universität entwarf er als Technikchef bei Intensys Audio- und Videoprozessoren. Gegenwärtig ist er in Intels Forschungsabteilung auf der Suche nach Compilerarchitekturen für Dutzende von Kernen, die künftig in PCs stecken sollen.

Stellenmarkt
  1. trinamiX GmbH, Ludwigshafen
  2. Statistisches Bundesamt, Wiesbaden

Wie AMD und Intel in Interviews mit Golem.de bereits erklärten, skaliert heutige Software nur bis etwa 16 Kerne so, dass der Einsatz von immer mehr Rechenwerken sinnvoll ist. Da Intel traditionell auch Compiler und andere Entwicklungswerkzeuge herstellt, konnten sich Entwickler bisher zu einem gewissen Grad darauf verlassen, dass die Intel-Tools einen Teil der Parallelisierung erledigen.

Das, so Ghuloum, sei aber nicht für die Ewigkeit selbstverständlich. Bisher konzentrierten sich die Programmierer darauf, eine bestimmte Zahl von zwei oder vier Kernen gezielt zu unterstützen. Dabei sei es immer noch vergleichsweise einfach, alte Werkzeuge und alten Code mitzuschleppen. Mit Dutzenden oder gar Hunderten von Kernen stößt dieses Konzept des minimalen Aufwands dem Ingenieur zufolge aber an eine Grenze.

Als Beispiel führt der Intel-Forscher Code an, bei dem sich die Algorithmen an Rechenergebnisse anpassen. Diese Methode habe man bei Single-Core-Prozessoren oft verwendet, um Rechenzeit zu sparen, meint Ghuloum. Da sich solche Konstruktionen aber nicht gut parallelisieren ließen, könnten sie in der Many-Core-Ära schnell zur Bremse werden.

Der Compiler-Architekt fordert daher Programmierer auf, ihre Ansätze völlig neu zu gestalten. Dies soll bis auf die Ebene der Algorithmen selbst geschehen, und nicht nur deren Umsetzung betreffen. Anwar Ghuloum verweist darauf, dass diese Methode bei Supercomputern seit Jahrzehnten üblich sei. Er schließt seinen Eintrag mit dem Aufruf: "Programmiert für so viele Kerne wie möglich, auch wenn es mehr sind, als in bereits lieferbaren Produkten stecken."



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Metal Gear Solid V 5,75€, For Honor 8,99€, Mad Max 4,25€)
  2. 19,49€
  3. (u. a. Pirates of the Caribbean 1-5 Box Blu-ray 26,97€, Iron Man Trilogie Blu-ray Collector's...

FlotterOtto 17. Mär 2009

Na endlich mal ein Autovergelich der mich zum grinsen bringt. Aber mal davon ab.. in...

Tom Bobkramel 11. Feb 2009

Gute Artikel. Eigentlich bin ich, Forschung über Multicore-Programmierung mit C #. Ich...

knallivd 09. Jul 2008

Hallo Doch, isses. Du hast ja selber geschrieben, dass der Nutzen zu klein ist. Je...

Trampeltier 08. Jul 2008

Ich nutze Windows ja, aber auch mit einem anderen BS müsste ich nach dem Booten die OS...

MehrkernBernd 08. Jul 2008

Das kommt auf die Ersten an. Sind die Ersten flexibel genug, haben sie mehr Zeit, aus...


Folgen Sie uns
       


Need for Speed 3 Hot Pursuit (1998) - Golem retro_

Diese Episode Golem retro_ beleuchtet Need for Speed 3 Hot Pursuit aus dem Jahre 1998. Der dritte Serienteil gilt bis heute bei den Fans als unerreicht gut.

Need for Speed 3 Hot Pursuit (1998) - Golem retro_ Video aufrufen
Gaming-Tastaturen im Test: Neue Switches für Gamer und Tipper
Gaming-Tastaturen im Test
Neue Switches für Gamer und Tipper

Corsair und Roccat haben neue Gaming-Tastaturen auf den Markt gebracht, die sich vor allem durch ihre Switches auszeichnen. Im Test zeigt sich, dass Roccats Titan Switch besser zum normalen Tippen geeignet ist, aber nicht an die Geschwindigkeit des Corsair-exklusiven Cherry-Switches herankommt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Azio RCK Retrotastatur wechselt zwischen Mac und Windows-Layout
  2. OLKB Planck im Test Winzig, gerade, programmierbar - gut!
  3. Alte gegen neue Model M Wenn die Knickfedern wohlig klackern

Autonome Schiffe: Und abends geht der Kapitän nach Hause
Autonome Schiffe
Und abends geht der Kapitän nach Hause

Weite Reisen in ferne Länder, eine Braut in jedem Hafen: Klischees über die Seefahrt täuschen darüber hinweg, dass diese ein Knochenjob ist. Doch in wenigen Jahren werden Schiffe ohne Besatzung fahren, überwacht von Steuerleuten, die nach dem Dienst zur Familie zurückkehren. Daran arbeitet etwa Rolls Royce.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Elektromobilität San Francisco soll ein Brennstoffzellenschiff bekommen
  2. Yara Birkeland Autonome Schiffe sind eine neue Art von Transportsystem
  3. Power Pac Strom aus dem Container für Ozeanriesen

IMHO: Valves Ka-Ching mit der Brechstange
IMHO
Valves "Ka-Ching" mit der Brechstange

Es klingelt seit Jahren in den Kassen des Unternehmens von Gabe Newell. Dabei ist die Firma tief verschuldet - und zwar in den Herzen der Gamer.
Ein IMHO von Michael Wieczorek

  1. Artifact im Test Zusammengewürfelt und potenziell teuer
  2. Artifact Erste Kritik an Kosten von Valves Sammelkartenspiel
  3. Virtual Reality Valve arbeitet an VR-Headset und Half-Life-Titel

    •  /