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Interview: So spielt der asiatische Markt online

Der Branchenexperte Sunny Park über Onlinespiele in Asien

Der asiatische Markt für Onlinerollenspiele boomt: 2009 soll er die Schwelle von 7,5 Milliarden US-Dollar (rund 4,8 Milliarden Euro) überschreiten. Wie ticken die asiatischen Spieler, wie ist der Wirtschaftsraum segmentiert, welche Chancen und Risiken gibt es? Golem.de sprach mit Sunny Park, der seit mehr als zwölf Jahren in der koreanischen Spielebranche tätig ist.

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Sunny Park, Chef von Frogster Studios Korea
Sunny Park, Chef von Frogster Studios Korea
Der Koreaner Sunny Park ist Chef und Mitgründer der Frogster Studios, an denen auch der Berliner Publisher Frogster Interactive beteiligt ist. Park hat seine Karriere nach einem MBA-Abschluss an der Yonsei University in Seoul in der Werbeindustrie begonnen und war mehrere Jahre in Russland und den USA tätig. 1996 ging er zurück nach Südkorea und als begeisterter Spieler in die Computerspieleindustrie zu Actoz Soft (Lycos Korea). Anschließend war er Geschäftsführer und Leiter des Auslandsgeschäfts von Gravity, einem Anbieter von Massively Multiplayer Online Games wie Ragnarok Online. Sunny Park hat derzeit auch den Posten als Producer des Frogster-Onlinerollenspiels The Chronicles of Spellborn inne.

Golem.de: Spielen Sie privat Computerspiele?

Sunny Park: Ich war eine Zeit lang ein echter Hardcorespieler von asiatischen und insbesondere koreanischen Massively Multiplayer Online Games, etwa von Lineage. Außerdem habe ich sehr viel World of Warcraft gespielt. Das hat allerdings jetzt fast aufgehört, mir fehlt die Zeit. Aber ich denke gern an diese Zeit zurück.

Golem.de: Nennen Sie mal alle Namen von professionellen Computerspielern, also von E-Sportlern, die Sie kennen.

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Park: Da ist zuerst mal Lim Yo-hwan, die absolute Nummer eins. Er ist der King of Terran in Starcraft. Und dann wäre da - ach, wissen Sie, ich weiß wirklich ein paar Dutzend Namen von berühmten Spielern. Wobei ich dank meines Berufes ein paar von ihnen auch persönlich kennengelernt habe.

Golem.de: Und wenn Sie ein ganz normaler Koreaner wären, der nichts mit der Branche zu tun hat, würden Sie die Namen dann auch alle kennen?

Park: Starcraft ist in Korea das Nationalspiel schlechthin. Ich erinnere mich, als das auf dem Höhepunkt war, so im Jahr 2000, sind selbst ganz normale Geschäftsleute nicht mehr gemeinsam zum Mittagessen gegangen, sondern auf eine Runde Starcraft. Für die jungen Leute sind die professionellen Spieler immer noch Helden.

Golem.de: Hier in Deutschland gibt es in Medien und Politik immer wieder Debatten über Gewalt in Spielen oder über die Computerspielesucht. Ist das in Asien auch ein Thema?

Park: Nein, in den Medien taucht beides gar nicht auf. Aber bei den Spielern schon, da sorgen beide Themen immer wieder für Diskussionen. Es hängt aber auch vom Land ab. In konservativen Ländern wie China ist es beispielsweise gar nicht erlaubt, in Spielen Blut, untote Skelette oder so etwas zu zeigen. Die meisten Länder haben damit allerdings kein Problem.

Interview: So spielt der asiatische Markt online 
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Ichnichtdu 22. Jul 2008

Die T-com bietet inzwischen in manchen Gebieten DSL 50.000 an. Zumindest wurde mir das...

Private Paula 09. Jul 2008

Dann sollte man den Questtext wenigstens aendern... :)

fettfleisch 08. Jul 2008

Dafuer wird das Trollgen verstaerkt weitergegeben. Wers nicht glaubt einfach in die Foren...

Holly 08. Jul 2008

Für die Historische Parallelität der Entwicklungen kann ich nichts.

Jay Äm 08. Jul 2008

Besser: Schick alles, was sie sagen, mit einem Fragezeichen hintendran zurück, also PK...


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