Fujitsu Siemens Computers beklagt Preisverfall bei Notebooks
Deutsch-japanischer Computerkonzern stellt Prognose infrage
Der deutsch-japanische Computerkonzern Fujitsu Siemens Computers sieht rot. Das Geschäft zeige wegen des Preisverfalls bei Notebooks eine deutliche Eintrübung. Das zum 30. Juni 2008 abgelaufene Quartal war "sehr schwierig", und auch der laufende Geschäftszeitraum verspreche "keine Besserung".
Ursache sei die anhaltende Dollarschwäche und der Preisverfall, sagte Firmenchef Bernd Bischoff der Wochenzeitung "Euro am Sonntag". Bei Notebooks für Endverbraucher dürften die Durchschnittserlöse im laufenden Jahr um rund 20 Prozent fallen. Dagegen erwarte er für das Unternehmensgeschäft mit Servern und Speichersystemen ein Plus von 5 Prozent. Allerdings werde Fujitsu Siemens Computers (FSC) das Minus im Endkundenmarkt so "nicht ganz ausgleichen können".
Im April 2008 hatte FSC für das laufende Geschäftsjahr ein Umsatzplus von 5 Prozent auf knapp 7 Milliarden Euro, und ein Vorsteuerergebnis zwischen 105 und 200 Millionen Euro aufgestellt. Doch diese Vorgabe werde "schwierig zu erreichen sein", sagte Bischoff. Der Joint-Venture-Vertrag zwischen Siemens und dem japanischen Mischkonzern Fujitsu ist auf zehn Jahre befristet und läuft 2009 aus. Insider erwarten, dass Siemens sich aus FSC zurückziehen könnte. Bischoff wollte sich dazu nicht äußern.
An den deutschen Standorten in Augsburg und Sömmerda in Thüringen halte er fest. Es gebe auch "keine Planungen, die PC-Produktion von Augsburg ins Ausland zu verlegen". Die PC-Fertigung legt Bischoff künftig komplett nach Augsburg. Sömmerda soll sich auf Reparatur und Service konzentrieren, so Bischoff. Seine "Standortgarantien" sind jedoch hinfällig, falls Siemens bei FSC den Ausstieg vollzieht.
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