Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Acers Netbook "Aspire One" noch im Juli ab 329 Euro

Mini-Notebook mit Atom-Prozessor kommt auf den deutschen Markt. In gleich drei Ausstattungsvarianten und mit drei verschiedenen Farben will Acer sein erstes Netbook auf den deutschen Markt bringen. Das erst zur Computex im Juni 2008 angekündigte Gerät mit 8,9-Zoll-Display kostet in der kleinsten Ausstattung mit Linux 329 Euro, die üppigere Windows-Version kommt auf 399 Euro.
/ Nico Ernst
140 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Das Aspire One dürfte damit das zweite Mini-Notebook mit Atom-Prozessor nach dem bei Aldi schnell ausverkauften Medion Akoya Mini E1210 auf dem deutschen Markt werden. Ebenso wie das Aldi-Netbook ist es mit Atom-Prozessor N270 bei 1,6 GHz und dem Chipsatz 945GSE samt integrierter Grafik ausgestattet. Diese Kombination ist nach ersten Benchmarks ungefähr so schnell wie ein Celeron bei 900 MHz, nimmt aber deutlich weniger elektrische Leistung auf.

Daher will Acer seine Netbooks auch nur mit einem 3-Zellen-Akku von 2.200 Milliampere-Stunden (mAh) ausstatten. Da das Display bei allen Modellen des Aspire One statt 10,2 Zoll wie beim Aldi-Netbook nur 8,9 Zoll bei 1.024 x 600 Pixeln in der Diagonalen misst, könnte die Laufzeit bei diesem Gerät etwas besser ausfallen. Optional ist auch ein 6-Zellen-Akku mit 5.600 mAh erhältlich, dessen Preis aber noch nicht feststeht. Für die Modellvariante mit SSD gibt Acer eine Laufzeit von rund drei Stunden mit dem kleinen Akku an, steckt der große Stromspeicher in einem Modell mit Festplatte, sollen es sieben Stunden sein. Das Display ist mit LEDs beleuchtet und soll mit 180 Candela pro Quadratmeter für diese Klasse recht hell ausfallen.

Die kleinste Ausführung ist mit 512 MByte DDR2-533-Speicher, 8-GByte SSD und Linpus-Linux(öffnet im neuen Fenster) stark abgespeckt, kostet aber laut Acer auch nur 329 Euro. Dabei bleibt ein Slot für SO-DIMMs frei, die 512 MByte sind fest auf dem Mainboard verlötet. Das Netbook ist also leicht aufrüstbar. In dieser Konfiguration wiegt es zudem samt 3-Zellen-Akku nur 995 Gramm.

Das nächst größere Modell mit Linux hat ein 512-MByte-Modul, kommt also auf 1 GByte RAM, zusätzlich ist eine 80-GByte-Festplatte verbaut. Dafür lautet Acers Preisempfehlung 359 Euro. Die Festplatte erfordert ein größeres Gehäuse, sodass diese Variante 24,9 x 19,5 x 3,6 Zentimeter misst. Die SSD-Version ist mit 24,9 x 17 x 2,9 Zentimetern deutlich kompakter. Zum Gewicht des größeren Netbooks mit 3-Zellen-Akku macht Acer noch keine Angaben, mit 6-Zellen-Akku soll es aber 1,26 Kilogramm wiegen.

Wer sein Netbook mit einem vorinstallierten Windows XP betrieben möchte, kann dieses Betriebsystem beim Aspire One nur mit dem Festplatten-Modell erwerben. Das Paket kostet dann mit 399 Euro genau so viel wie das Medion-Netbook oder das für August angekündigte und nahezu baugleiche MSI Wind U100 , die aber ein 10,2-Zoll-Display bieten und schwerer sind. Ebenso teuer und leicht wie der Aspire ist der Eee PC 900 mit 8,9-Zoll-Display, der aber nur eine SSD mit 12 GByte besitzt.

Die restliche Ausstattung des Aspire One entspricht allen bisher lieferbaren Netbooks in Deutschland: WLAN nach 802.11 b/g (Draft-N wird nicht unterstützt), Fast-Ethernet, drei USB-2.0-Ports, ein Card-Reader für SDHC und Memory Sticks sowie VGA-Ausgang, VGA-Webcam und Anschlüsse für Mikrofon und Kopfhörer sind vorhanden. Bluetooth fehlt, ein internes UMTS-Modul mit HSDPA will Acer aber nach dem Marktstart als Option anbieten.

Im Gegensatz zu Asus' Eee PC 900, der die selbe kleine Tastatur wie der Eee PC 701 besitzt, will Acer bei seinem ersten Netbook ein Eingabegerät verbaut haben, dessen Tasten 95 Prozent der Größe einer normalen Notebook-Tastatur erreichen. Ob beim deutschen Layout, wie schon beim Medion-Netbook , die Satzzeichen schmaler gestaltet sind, ist noch nicht bekannt.

Anfangs will Acer die Geräte nur in den Farben Weiss und Blau anbieten, später sollen noch Braun und Pink dazukommen. In den Preissuchmaschinen deutscher Hardware-Versender ist vor allem schon das Linux-Modell gelistet, manche Händler nehmen schon Vorbestellungen für die Geräte entgegen. Wann die Geräte wirklich ausgeliefert werden, weiß derzeit auch Acer nicht so genau, einige Shops nennen den 10. Juli 2008, was Acer nicht bestätigen konnte. Noch im Juli 2008 soll es aber soweit sein.


Relevante Themen