141 Millionen Euro für Breitbandversorgung auf dem Land

EU-Beihilfen sollen die digitale Kluft zwischen Stadt und Land verringern

Rund 141 Millionen Euro dürfen in den Ausbau der Breitbandversorgung im ländlichen Deutschland fließen. Das entschied die Europäische Kommission. Sie genehmigte Beihilfen in entsprechender Höhe, mit denen unterversorgte ländlichen Gebiete Deutschlands gefördert werden sollen.

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Die EU-Kommission will mit ihrer Entscheidung dazu beitragen, dass die Kluft zwischen Stadt und Land beim Zugang zu erschwinglichen Breitbanddiensten geschlossen wird. "Deutschland gehört derzeit zu den Ländern der EU, in denen die digitale Kluft zwischen Stadt und Land am tiefsten ist", kommentiert EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes.

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Für private Netzbetreiber ist es meist wirtschaftlich nicht attraktiv, ländliche Gemeinden an Breitbanddienste anzubinden. Aufgrund der geringen Bevölkerungsdichte können sie nicht viele Kunden werben, so dass sich eine Investition nicht rechnet. In Großstädten sind daher DSL-Anschlüsse mit bis zu 50 MBit/s im Downstream erhältlich, während in manchen Dörfern bestenfalls ISDN mit 64 KBit/s oder ein Internetzugang per Satellit zur Verfügung steht.

Einer aktuellen Umfrage von IDATE (Broadband Coverage in Europe 2007, Stand: 31. Dezember 2006) zufolge beträgt die DSL-Abdeckung in den Stadtgebieten Deutschlands 99 Prozent, während sie im ländlichen Raum Ende 2006 nur bei 58,5 Prozent lag. Kabelnetze hatten im Januar 2007 lediglich einen Marktanteil von 5 Prozent.

Mit Fördergeld in Höhe von 141 Millionen Euro soll diese Situation nun verbessert werden. Der Großteil komm aus den Europäischen Landwirtschaftsfonds. Offene Ausschreibungen sollen dafür sorgen, dass die Beihilfen das erforderliche Mindestmaß nicht überschreiten. Ein offener, diskriminierungsfreier Zugang auf Vorleistungsebene soll es möglich machen, dass Breitbandprovider in den neuen Netzen wettbewerbsfähige Dienstleistungen anbieten können.

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