Vodafone sichert sich Mehrheit an Ghana Telecom

Wieder Kauf eines kombinierten Mobilfunk- und Festnetzbetreibers

Der britische Mobilfunkbetreiber Vodafone übernimmt für 900 Millionen US-Dollar 70 Prozent der Anteile an Ghana Telecom. Der drittgrößte Mobilfunkbetreiber des Landes ist auch mit 360.000 Kunden im Bereich Festnetz und Breitbandinternet aktiv.

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Der scheidende Vodafone-Chef Arun Sarin erklärte dazu: "Ghana ist einer der interessantesten Märkte mit 55 Prozent Wachstum der Mobilfunknutzer pro Jahr und einer Marktdurchdringung von 35 Prozent." Ghana Telecoms Mobilfunksparte Onetouch hat 1,4 Millionen Kunden und kontrolliert ein Drittel des Landesmarktes. 2007 stieg der Umsatz um 9,3 Prozent auf 290 Millionen US-Dollar. Der Gewinn lag bei 42 Millionen US-Dollar.

Sarin hat Afrika als eines der wichtigsten Wachstumsfelder für Vodafone benannt. Vodafone besitzt bereits Mehrheitsanteile an Vodafone Egypt und 40 Prozent an Safaricom in Kenia. Zugleich versucht der multinationale Konzern seine 50 Prozent an Vodacom in Südafrika zu erhöhen und den dortigen Festnetzbetreiber und Joint Venture-Partner Telkom zu verdrängen.

Die Privatisierung Ghana Telecoms ist seit 1997 auf dem Weg. Laut einem Bericht des lokalen Radiosenders Peace FM verhandelte das Finanz- und Wirtschaftsplanungsministerium zuletzt nur noch mit Vodafone. Zuvor hatten auch France Télécom, Vodacom und Portugal Telecom Interesse bekundet. Ihre Gebote lehnte die Regierung aber als zu niedrig ab und ging zuletzt mit 1 Milliarde US-Dollar in die Verhandlungen. Der Verkauf ist an Auflagen gebunden: So soll der neue Eigner in den kommenden drei Jahren die Zahl der Mobilfunknutzer verdreifachen und die Kapazität des Festnetzes ausbauen.

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