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Test: Aldis Medion Akoya Mini E1210 - nahe am Subnotebook

Erstes Netbook mit Atom-CPU im Test. Schon lange wurde nicht mehr über einen Aldi-PC im Vorfeld so aufgeregt diskutiert. Ab sofort wird das erste Mini-Notebook mit Intels Atom-Prozessor in Deutschland verkauft. Originalhersteller MSI und Medion haben sich für eine Kreuzung aus Mini-Rechner und Subnotebook entschieden, bei der der Benutzer fast keine Kompromisse mehr eingehen muss.
/ Nico Ernst
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Wenn selbst die Tageszeitung Welt die Überschrift wählt " Aldi plant genialen Notebook-Coup(öffnet im neuen Fenster) " , ist das viel strapazierte Wort "Hype" wohl angebracht. Dabei ist die von Intel so getaufte Gerätekategorie "Netbook" in Deutschland noch nicht einmal sechs Monate auf dem Markt. Asus liefert seinen " Eee-PC 701 " erst seit Januar 2008 aus, und schon vor kurzem kam der Nachfolger Eee-PC 900 auf den Markt.

Dass ausgerechnet der Discounter Aldi so schnell auf den Trend aufspringt, liegt nicht nur an der Begeisterung für die kleinen, abgespeckten Mini-Notebooks. Die Marktforscher von IDC schreiben in einer Analyse des deutschen PC-Marktes vom Juli 2008: "Ultramobile PCs werden im Jahr 2008 dank günstigerer Preise der auf das Internet ausgerichteten Geräte populärer werden."

Die Netbooks sind also auch bei den großen Anbietern und Analysten als neues Marktsegment anerkannt. Sie sollen ausgewachsene Notebooks nicht ersetzen und sind vor allem für Privatanwender gedacht – und genau auf diese Zielgruppe sind Aldi-PCs in der Regel zugeschnitten. Zudem gab es bei Aldi noch nie ein Notebook für 399 Euro – auch wenn Standardmobilrechner mit 15,4-Zoll-Display inzwischen von vielen Herstellern zu diesem Preis angeboten werden.

Diese Rechner, die mit größeren Festplatten, schnelleren Prozessoren und DVD-Brennern zwar besser ausgestattet sind, wiegen jedoch mindestens das Doppelte der 1.135 Gramm des "Medion Akoya Mini E1210" und sind deutlich größer. Mit "Klein, leicht, stylisch" bewirbt Aldi-Süd folglich auch sein erstes Mini-Notebook. Dieser Slogan findet sich jedoch nicht im Flyer von Aldi-Nord.

Wir testen ein von Medion zur Verfügung gestelltes Gerät in weißer Farbe. Bei Aldi werden ab 3. Juli 2008 nur die Farben Schwarz und Silber angeboten, MSI will das bauähnliche " MSI Wind U100 " im August auch in Weiß und Pink verkaufen.


Konstruktion

Bei den meisten Notebooks bestimmt die Größe des Displays den Formfaktor – beim Medion-Mini ist es jedoch die Tastatur. Sie nutzt bis auf einen 1,5 Millimeter breiten Rahmen die gesamte Gehäusebreite. MSI hat sich beim Design des Gerätes für Tasten mit 17,5 Millimetern Breite entschieden. Das entspricht den meisten Subnotebooks, von diesen hat das Akoya aber auch die Eigenheit geerbt, dass die Tasten für Satzzeichen mit 9 Millimetern sehr schmal gehalten sind. Bis auf diesen Umstand kommen Zehn-Finger-Schreiber mit der Tastatur aber auf Anhieb sehr gut zurecht.

Die Tasten verfügen über einen klaren und festen Druckpunkt, die Aufhängungen des gesamten Eingabegeräts sind stabil, so dass sich die Oberseite des Notebooks auch bei harten Anschlägen kaum durchbiegt. Das Touchpad liegt praxisgerecht vor der Mitte der Leertaste, nicht wie bei anderen Mini-Notebooks in der Mitte des Gehäuses. Der Mausersatz ist jedoch mit 5 x 2,8 Zentimetern sehr klein ausgefallen. Noch mehr stören die Maustasten. Sie sind wie schon beim Eee-PC 701 auf einer Wippe angebracht, die zudem aber auch noch sehr schmal und glatt ist.

Das entspiegelte 10,2-Zoll-Display ist mit einem seitlich 1,7 und oben 2,3 Zentimeter breiten Rahmen eingefasst. Das trägt dazu bei, dass sich der Deckel des Netbooks auch bei sanfter Gewalteinwirkung kaum verwindet. Zusammen mit der leicht aufgerauten Oberfläche des Kunststoffs und der Verarbeitung mit exakten Spaltmassen trägt das zu einem hochwertigen Eindruck des Geräts bei. Wie ein Billignotebook fühlt sich das E1210 keineswegs an. Es leidet jedoch an der schon bei anderen Netbooks beobachteten Po-Lastigkeit, die hier noch stärker ausgeprägt ist, da die Scharniere des Displays an der Rückseite und nicht oben eingelassen sind. Klappt man den Deckel so weit wie möglich auf, steht der Rechner gerade noch stabil.

Die Anschlüsse beschränken sich auf das bei Netbooks übliche Minimum: Links sitzen zwei USB-2.0-Ports, der Anschluss für ein Netzteil und – bisher selten in dieser Kategorie – eine Buchse für ein Kensington-Lock zum Diebstahlschutz. Der Luftauslass ist für den 2,5-Watt-Prozessor sehr großzügig dimensioniert, was aber zur Geräuscharmut durch weniger Verwirbelungen beiträgt. Der Lüfter springt nur unter hoher Last der CPU an, tut das dann aber sofort, ist aber dennoch nur in sehr stillen Umgebungen überhaupt wahrnehmbar. Er ist, zumindest bei unserem neuen Testgerät, frei von Vibrationen.

Multimedia-Komponenten

An der rechten Gehäuseseite befinden sich ein weiterer USB-2.0-Port, Anschlüsse für Mikrofon und Kopfhörer, Fast-Ethernet, VGA sowie ein Slot für SD-Karten, der auch SDHCs verträgt. Die Karten stehen jedoch 3 Millimeter aus dem Gehäuse, sollten also entnommen werden, bevor man den Rechner in eine Tasche steckt, um Beschädigungen vorzubeugen.

Gut gelöst ist die Position des Mikrofons oben rechts im Displayrahmen, es nimmt ausreichend laut, aber bassfrei und leicht rauschend auf. Auch die VGA-Webcam rauscht und ist obendrein recht lichtschwach, was jedoch auch bei vielen anderen Notebookkameras der Fall ist. Für den gelegentlichen Videochat reicht das jedoch aus. Auf den ersten Blick wirkt auch die Position der Stereolautsprecher an den vorderen Ecken der abgeschrägten Unterseite clever. Tatsächlich sind sie recht laut, aufgrund der Größe einer 1-Euro-Münze klingen sie aber blechern und kennen keine tiefen Töne. Sie neigen bei vollem Pegel zu leichtem Verzerren, bei mittlerer Lautstärke ist beispielsweise der Dialog eines Filmes aber klar verständlich.

Das Netzteil unseres Gerätes ist mit 12,3 x 5 x 3,2 Zentimetern und 391 Gramm Gewicht klobig ausgefallen. Laut Medion stellt es nicht das bei Aldi verkaufte Gerät dar. Da bei einem Berliner Aldi-Markt schon 20 Minuten nach Ladenöffnung alle Mini-Notebooks ausverkauft waren, können wir das nicht unmittelbar überprüfen. Selten zu finden ist auch der Netzschalter an unserem Testnetzteil, mit dem sich das Gerät vollständig vom Netz trennen lässt und folglich keinen Strom verbraucht.

An den dicksten Stellen misst das keilförmige Medion-Netbook selbst 26 x 18 x 3,6 Zentimeter. In der Breite entspricht es damit fast dem Formfaktor von Subnotebooks mit einem 12-Zoll-Display im 5:4-Format.

Hardwareausstattung

Der Kern des Aldi-Netbooks ist Intels neuer Atom-Prozessor vom Typ N270. Diese CPU, die eigens für mobile Geräte entworfen wurde und nicht von einer bisherigen Intel-Serie abgeleitete wurde, nimmt laut Datenblatt nur 2,5 Watt (TDP) elektrischer Leistung bei 1,6 GHz auf. Allerdings dürften es im Akoya-Mini unter Last noch einmal 200 Milliwatt mehr sein, dies gibt Intel jedenfalls für aktiviertes HyperThreading an.

Diese Funktion steigert zwar die Rechenleistung, da mehrere Funktionseinheiten parallel genutzt werden und der Single-Core-Prozessor sich gegenüber dem Betriebssystem wie ein Dual-Core darstellt. Sie ist jedoch im Medion-Rechner nicht abschaltbar, wie wir dies bei Protoypen von Atom-Netbooks im BIOS schon finden konnten. Allerdings dürfte der typische Käufer eines Aldi-Rechners kaum einen Blick ins BIOS werfen. Ein bisschen mehr Laufzeit könnte man bei abschaltbarem HyperThreading aber aus dem Rechner kitzeln.

Als Unterbau für den Atom dient Intels aus der vorletzten Centrino-Generation umgewidmeter Chipsatz 945GME, er steuert auch die Grafikeinheit GMA950 bei. Diese eignet sich nur für anspruchslose 3D-Spiele mit eingeschränkten DirectX-9-Funktionen, wie wir bereits berichteten . 1 GByte DDR2-667-Speicher von Hyundai stecken unter der Rückseite des Gehäuses – eine eigene Klappe für den Zugang zum Modul gibt es nicht. Für den Hauptspeicher ist nur ein Slot vorhanden, so dass das alte Modul beim Aufrüsten anderweitig verwendet werden muss.

Eine Besonderheit für ein Netbook stellt die 80-GByte-Festplatte dar, die statt einer viel kleineren SSD zum Einsatz kommt. Sie dreht mit 5.400 U/Min, ist per SATA angeschlossen und stammt aus Western Digitals Scorpio-Serie. Die Festplatte ist in zwei Partitionen von 66,3 und 8,11 GByte Nettokapazität aufgeteilt. Auf der kleineren Partition liegen die Recovery-Dateien, die sich direkt über das BIOS wieder einspielen lassen. Der Benutzer muss also nicht von einem externen Laufwerk die ebenfalls mitgelieferte Recovery-DVD booten. Auf der Systempartition sind im Auslieferungszustand noch 59 GByte frei, der Recovery-Teil ist nicht versteckt und bietet noch 2 GByte Platz.

Netzwerk und Display

Der Fast-Ethernet-Baustein und der Soundchip nach Intels HDA-Standard stammen von Realtek, beim WLAN-Modul – es steckt in einem MiniCard-Slot – hat sich Medion bei Ralink bedient. Das Bauteil beherrscht 802.11 a/b/g und Draft-N, also maximal 300 MBit/s brutto. Es ist nach dem Öffnen des Gehäuses leicht zugänglich und damit wechselbar. Dabei fällt jedoch auf, dass statt der bei 802.11 N-Draft üblichen drei Antennen nur zwei vorhanden sind. Das reduziert in diesem Modus nicht nur die Reichweite, sondern auch den Durchsatz. Mit dem verbreiteten 802.11 g konnten wir jedoch keine Einschränkungen feststellen.

Ein Bluetooth-Modul hat sich Medion gespart, beim MSI-Gegenstück Wind U100 soll es verbaut werden. Dafür beherrscht dieses Netbook, das Medion als Basis diente, kein Draft-N, sondern funkt maximal mit 54 MBit/s nach 802.11 g. Damit sind die wesentlichen Unterschiede zwischen dem MSI- und dem Medion-Modell bereits beschrieben: Medion bietet 802.11 Draft-N, aber kein Bluetooth, MSI zwar Bluetooth, aber kein 802.11 Draft-N.

Neben der vergleichsweise schnellen und großen Festplatte ist das Display ein Highlight des Medion-Minis. Die 1.024 x 600 Pixel reichen für die meisten Anwendungen aus, auch bei Webseiten stößt man in der Breite nur selten auf Scroll-Zwang. Zudem ist der eingebaute Bildschirm so hell, dass er sich auch noch im Freien im hellen Sonnenschein nutzen lässt. Dann muss man die Helligkeit aber voll aufdrehen, was die Akkulaufzeit reduziert. Reizt man die Hintergrundbeleuchtung aus, ist der Bildschirminhalt sogar bei direkter Sonnenbestrahlung noch halbwegs lesbar.

Windows-Installation und Benchmarks

Medion stattet das E1210 mit Windows XP Home aus, das von Microsoft für eine längere Lieferzeit für Netbooks vorgesehen ist. Das Betriebssystem kommt mit vorinstalliertem Service Pack 3 und muss folglich nach dem ersten Start nur wenige Updates herunterladen.

Während Asus sein XP beim Eee-PC 900 in puncto Optik und Systemsicherheit abgespeckt hat, schöpft Medion aus dem Vollen. Von der sanften Menüeinblendung über die Kantenglättung von Texten – wenn auch ohne ClearType – bis zur sehr empfehlenswerten Systemwiederherstellung sind alle wesentlichen Funktionen von Windows XP eingeschaltet.

Etwas übertrieben wirkt jedoch der vorinstallierte Google-Desktop, der nach einer Bestätigung erst einmal eine Viertelstunde lang die Festplatte indiziert – während Windows XP das für sein Dateisystem ebenfalls tut. Danach lassen sich die vorinstallierten Anwendungen aber flüssig benutzen, der Internet Explorer 7 wirkt durch seine zahlreichen Toolbars aber viel kleiner, als es das Display erlauben würde.

Es empfiehlt sich, die Leisten neu anzuordnen oder mit F11 in den Vollbildmodus zu schalten. Auch die Taskleiste von Windows sollte man automatisch ausblenden lassen. Neben XP sind noch Corels WordPerfect Office X3, das Securitypaket von Bullgard mit Virenscanner sowie Wiso Mein Geld 2008 installiert. Einige Icons auf dem Desktop weisen zu Aldi-Webseiten wie dem Bestellservice für Fotoabzüge.

Besonders interessant ist bei diesem ersten Atom-Netbook der Prozessor selbst. Da uns das Medion-Testgerät erst kurz vor Verkaufsstart erreichte, blieb keine Zeit für ausführliche Prozessorbenchmarks. Als erste Anhaltspunkte zur Rechenleistung sollen daher das Single-Thread-Programm SuperPi, 3DMark2001 sowie PCMark05 dienen. In letzterem Test erreichte der Rechner 1.487 Punkte im CPU-Score, für eine Million Iterationen der Pi-Berechnung benötigte er 93 Sekunden und kam auf 2.953 Punkte im 3DMark2001 Overall.

Schnelle Festplatte und Schnittstellen

Der Atom N270 liegt damit in etwa auf dem Niveau eines Celeron mit 700 MHz – oder genau dem Leistungsbereich, den Asus mit seinen bisherigen Eee-PCs mit einem auf 630 MHz gedrosselten Celeron erreicht. Dabei ist jedoch zu beachten, dass der Medion-Mini mit einem nur halb so starken Akku bei größerem Display vergleichbare Laufzeiten erreicht. Intels Atom ist also kein Rechenkünstler, bringt aber die versprochene Sparsamkeit mit. Das liegt auch daran, dass der Prozessor selbst im Netzteilbetrieb je nach Last stets seinen Takt halbiert, was andere Intel-CPUs noch feiner abgestuft per SpeedStep beherrschen.

In der Praxis zeigt sich, dass der Atom sehr genau auf häufige Anwendungen zugeschnitten ist. DVB-T-Fernsehen mit Terratecs Cinergy T2 per USB lastet ihn nur zu rund 40 Prozent aus, 80 Prozent Last fordern aber MPEG-2-Dateien mit 8 MBit/s von einer DVD ab.

Im üblichen Rahmen von günstigen Mini-Notebooks mit einfachen Bauteilen liegen die Netzwerktests: 8,8 MByte per Ethernet und 2,2 MByte pro Sekunde per WLAN (802.11 g) Durchsatz erreichte das Gerät. Besonders fix für diese Klasse arbeitet der USB-Port mit 28 MByte/s von einem Stick, der nur auf Intels Desktopchipsätzen seine vollen 32 MByte/s erreicht. 12 MByte/s erreichte noch der Card-Reader von einer SanDisk Extreme III, die sonst über 20 MByte/s erreicht. Doch in manchen Notebooks gibt es weit langsamere Lesegeräte.

Aber selten schnellere Massenspeicher: In den Außenbereichen erreicht die WD-Platte 45 MByte pro Sekunde. Daher bootet das Notebook auch in 25 Sekunden nach Drücken des Einschaltknopfes, braucht aber auch zum Aufwachen aus dem Ruhezustand (Supend-to-Disk) ebenso lange.

Akkulaufzeit und Fazit

Dass der Atom seine Leistungsaufnahme sehr fein regelt, zeigen auch die Tests zur Laufzeit. Mit einer vollen Akkuladung bei mittlerer Displayhelligkeit und mit WLAN kam der Rechner bei Installationsarbeiten und dem Surfen im Internet auf 2 Stunden und 42 Minuten. Angesichts des sehr kleinen Akkus ist das ein guter Wert. Unter maximaler Last mit 3DMark2001 in einer Schleife und bei voller Helligkeit hielt der Rechner aber nur 1 Stunde und 28 Minuten durch. Dieser Worst-Case-Test soll dabei nur einen Eindruck von der minimal garantierten Laufzeit des Geräts geben. Für das Laden des völlig entleerten Akkus braucht auch das hier verwendete große Netzteil knapp 3 Stunden.

Einen 6-Zellen Akku will Medion für rund 100 Euro über seinen Onlineshop anbieten – und dann wäre das Netbook auch eine überlegenswerte Alternative zu manchem Subnotebook, das in dieser Gewichtsklasse unter 1,5 Kilogramm rund dreimal so teuer ist. Dafür sprechen vor allem die gute Tastatur und das große und helle Display. Benutzt man den Rechner – wie bei einem Netbook gedacht – vor allem fürs Surfen und Mailen, reicht die Rechenleistung voll aus.

Auch professionelle Anwender, die vor allem mit Texten zu tun haben und keine auf hohe Prozessorleistung angewiesenen Anwendungen verwenden, könnten vom 400-Euro-Notebook von Aldi in Versuchung geführt werden. In diesem Fall stört einzig die kurze Laufzeit, die sich aber mit dem angekündigten 6-Zellen-Akku knapp verdoppeln sollte.

Als Lifestyle-Zubehör mag der Medion-Mini gerade noch durchgehen. Vom Aha-Faktor wesentlich kleinerer Netbooks ist er jedoch vor allem durch die Breite des Gehäuses etwas entfernt. Dafür stellt sich mit diesem Gerät nicht so schnell Ernüchterung ein, wenn man das Display genauer betrachtet.

Spannend bleibt die Frage, ob sich mit dem nun durch Aldi einer breiten Öffentlichkeit vorgestellten Konzept des Netbooks auch die bisherigen zwei Formfaktoren auf Dauer halten können: die ultrakompakten Geräte mit maximal 8,9-Zoll-Displays und die Allrounder unter den Minis mit 10-Zoll-Bildschirmen. Der Erfolg des Aldi-Netbooks wird maßgeblich darüber entscheiden.

Nachtrag vom 3. Juli 2008, um 15:20 Uhr:
Wie MSI inzwischen erklärte, wiegt auch das Netbook Wind U100 mit 3-Zellen-Akku 1,1 Kilogramm. Das Medion E1210 bringt ohne Akku 935 Gramm auf die Waage, MSI gab bisher 940 Gramm für sein Gerät an. Offenbar bezog sich dieses Gewicht also auf eine Messung ohne den Stromspender. Die entsprechende Passage im Artikel wurde aktualisiert.

Nachtrag vom 4. Juli 2008, um 11:50 Uhr:
Der 6-Zellen-Akku für das E1210 ist nun im Online-Shop von Medion gelistet, er soll aber frühestens Ende Juli 2008 ausgeliefert werden. Details finden sich in einer aktuellen Meldung .


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