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Gehirn unterscheidet zwischen Spiele- und Realgewalt

Neurowissenschaftler widersprechen der These von "Überlagerung von Gewalt". Bremer Forscher haben genau hingesehen und herausgefunden, dass Gewalt in Computerspielen und im echten Leben in unterschiedlichen Gehirnregionen verarbeitet wird. Offenbar findet "keine Übertragung der Spiele in die Wirklichkeit" statt. Trotzdem sehen die Wissenschaftler GTA und Co. kritisch.
/ Peter Steinlechner
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Die Forscher vom Institut für kognitive Neurowissenschaften der Uni Bremen haben im Rahmen einer noch unveröffentlichten Studie 22 männliche Testpersonen in einen Magnetresonanztomografen geschoben und ihnen einmal Aufnahmen mit Gewalt aus einem Computerspiel, einmal mit realer Gewalt gezeigt. Bei der Auswertung der Gehirnaktivitäten zeigte sich, so ein Artikel(öffnet im neuen Fenster) bei Focus.de, dass jeweils unterschiedliche Regionen des Denkapparats angesprochen werden. Die Szenen aus dem Computerspiel regten eher Teile des Großhirns an, das als Sitz menschlicher Intelligenz und des Urteilsvermögens gilt. Die reale Gewalt hingegen sei vor allem im limbischen System verarbeitet worden, das – stark vereinfacht – die Instanz für die Verarbeitung von Emotionen und Trieben ist.

Focus zitiert Thorsten Fehr, einen der Autoren der Studie, die Mitte Juli 2008 bei einem Kongress vorgestellt werden soll, mit den Worten: "Das Ergebnis ist ein starkes Argument gegen die Annahme, dass sich bei häufiger Nutzung von Gewaltspielen am Computer fiktionale und reale Szenen überlagern." Eine derartige Überlagerung galt bislang unter den Befürwortern vom Verbot sogenannter Killerspiele meist als ausgemachte Sache.

Trotz der Ergebnisse sehen die Bremer Forscher Computerspiele kritisch. Die Zeit, die junge Menschen bei 'Grand Theft Auto' und Ähnlichem verbrächten, fehle ihnen, um echte soziale Beziehungen aufzubauen, schildert Focus die Position von Fehr.


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