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EU setzt sich für Barrierefreiheit ein

EU-Kommissarin Reding will Internetseiten nutzerfreundlicher machen. Die Mehrzahl der Websites in Europa ist weder nutzerfreundlich noch barrierefrei, kritisiert Viviane Reding, EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien. Für Menschen mit Behinderung sei es oft schwer, Websites zu besuchen, weil etwa die Schrift zu klein und schlecht lesbar sei.
/ Werner Pluta
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Reding hat eine öffentliche Konsultation zum Thema Nutzerfreundlichkeit und Barrierefreiheit gestartet. Bis 27. August 2008 sind die Betreiber von Internetangeboten in Europa, allen voran die öffentlichen Verwaltungen, aufgerufen, Stellungnahmen abzugeben. Ziel ist herauszufinden, was die EU-Mitglieder tun können, um das Internet besser zugänglich zu machen. Informationen zu der Konsultation stellt die Kommission auf einer eigenen Website(öffnet im neuen Fenster) bereit.

"Für viele Bürger in Europa ist der Zugang zum Internet zwar wichtig, doch sie können es aufgrund von Behinderungen einfach nicht nutzen. So lange das Web nicht für alle Menschen wirklich leicht zugänglich ist, gehen die Vorteile des Internets noch an vielen Menschen vorbei" , sagte die EU-Kommissarin.

Häufig reichten schon einfache Maßnahmen wie etwa eine größere Schrift, die Bereitstellung von Texten auf einer Seite als Audiodatei oder die Navigation per Tastatur aus, um Nutzern den Zugang zu Internetseiten zu ermöglichen.

"Je mehr Menschen das Internet nutzen, desto besser für die europäische Wirtschaft und die Onlineinhalte" , betonte Reding. "Ich fordere die Internetbranche und die öffentlichen Verwaltungen dazu auf, sich noch mehr dafür einzusetzen, dass das Internet für alle leichter zugänglich ist. Die Verantwortlichen sollten sich klarmachen, dass sie wahrscheinlich in wenigen Jahren selbst zu denjenigen gehören werden, denen es Probleme bereitet, am Bildschirm zu lesen."


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