Forscher fordern Verfallsdatum für Webbrowser
Firefox-, Opera- und Safari-Nutzer setzen meist aktuelle Browserversionen ein
Eine Studie hat ergeben, dass Nutzer des Internet Explorer weniger häufig die aktuelle Version der Software einsetzen als Anwender, die andere Browser benutzen. Diese Tendenz hatte kürzlich auch eine Auswertung der Seitenbesuche auf Golem.de ergeben. Forscher fordern zur besseren Sicherheit ein Verfallsdatum für Webbrowser.
Die ETH-Zürich hat in Kooperation mit IBM in einer Studie die Zugriffsdaten der Suchmaschine Google ausgewertet. Dabei ergab sich, dass ein großer Anteil der Anwender des Internet Explorer noch mit einer veralteten Version des Browsers im Internet unterwegs ist. Die Forscher sehen ein großes Risiko darin, mit einem nicht aktuellen Browser das Internet zu besuchen. Denn dann seien Anwender eher angreifbar für Attacken. Als Lösung schlagen die Forscher ein Verfallsdatum für Browser vor, das deutlich sichtbar in der Programmoberfläche zu sehen ist.
Für die Studie wurden die weltweiten Zugriffe auf Google vom Januar 2007 bis zum Juni 2008 ausgewertet. Daraus ergibt sich, dass weltweit 637 Millionen Anwender mit veralteten Browserversionen das Internet besucht haben. Das ist ein Anteil von 45,2 Prozent. Besonders viele verwendeten dabei den Internet Explorer: 577 Millionen Menschen surfen mit einer veralteten Version des Microsoft-Browsers.
Bei den Firefox-Anwendern verringert sich der Wert drastisch: Denn hier waren es nur noch 38 Millionen Menschen, die nicht die aktuelle Version einsetzten. Das entspricht einem Anteil von 16,7 Prozent. Im Fall von Safari sieht es so aus, dass 17 Millionen Menschen eine nicht aktuelle Browserfassung nutzten. Hier sind es dann 34,7 Prozent. Noch geringer ist der Wert bei Opera: Hier waren es nur 5 Millionen Menschen, die auf eine veraltete Version setzten. Das sind dann 43,9 Prozent. Für die Erhebung wurde jeweils berücksichtigt, welche Version eines Browser zu dem betreffenden Zeitpunkt aktuell war.
Eine Erhebung aus der ersten Juniwoche 2008 dokumentiert den anhaltend mangelnden Wechselwillen der Internet-Explorer-Anwender. Gerade einmal 52,5 Prozent dieser Nutzergruppe verwendeten zum Surfen bereits die 7er-Version des Microsoft-Browsers. Ein ganz anderes Bild ergibt sich bei Firefox: 92,9 Prozent der Nutzer setzten seinerzeit die aktuelle Version 2 ein. Ähnlich gut ist die Rate bei Opera: Den norwegischen Browser nutzten 90,1 Prozent der Anwender in der aktuellen Version. Beim Safari-Browser ergibt sich schon wieder ein schlechteres Bild, aber die Rate ist immer noch besser als beim Internet Explorer: 70,2 Prozent der Safari-Nutzer hatten eine aktuelle Version im Einsatz.
Den zögerlichen Wechselwillen von Internet-Explorer-Nutzern auf die aktuelle Fassung des Browsers hatte auch eine Auswertung der Seitenbesuche auf Golem.de vom Juni 2008 ergeben - kurz nachdem Firefox 3 erschienen war. Bereits zwei Tage nach der Veröffentlichung von Firefox 3 verwendete eine Mehrzahl der Golem.de-Leser, die Firefox nutzen, die aktuelle Version (51,9 Prozent). Weitere 40,4 Prozent der Firefox-Anwender setzten die aktuelle 2er-Version ein, so dass der Wert dem entspricht, was die Studienauswertungen auf den Google-Seiten ergab. Als der Internet Explorer 7 erschienen ist, setzten gerade mal 17 Prozent der Internet-Explorer-Anwender die neue Version für den Golem.de-Besuch ein.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed






Es gibt da 2 sehr große Unterschiede: 1. Auf eine neuere Browserversion umzusteigen...
Sehe ich auch so. Und Wronny haste mal eine webseite die du gemacht hast?
Bei uns zum Beispiel, ich bin auch gerade (00:38 Uhr ) auf der arbeit und mit einem IE 6...
Warum sollte man mit Windows 95 / 98(SE) keinen aktuellen Opera nutzen können?