Abo
  • Services:

Die Politik scheut das Web 2.0

Unkommentierbare Blogs, eingeschlafene Konten

Menschen, die in sozialen Netzwerken unterwegs sind, sind für Werbung und Politik eine attraktive Zielgruppe. Doch laut einer Kurzstudie der Agentur Newthinking Communications wissen Politiker und Parteien das Web 2.0 für sich nicht effektiv zu nutzen.

Artikel veröffentlicht am , Meike Dülffer

Die Berliner Agentur Newthinking Communications hat eine Bestandsaufnahme der Präsenz von deutschen Parteien und Politikern in sozialen Netzwerken und in der Blogosphäre gemacht. Ergebnis: Anders als in Großbritannien oder den USA, wo beispielsweise Barack Obama im Wahlkampf auf vielen Plattformen präsent war, nutzt die deutsche Politik das soziale Netz kaum für ihre Zwecke. Zwar sind einzelne Politiker im Internet aktiv, doch es fehle eine "erkennbare Internetstrategie", so die Agentur.

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Raum Hamburg
  2. Wacker Chemie AG, Burghausen

Besonders auffällig sei die fast völlige Abwesenheit von Politikern beim Microbloggerdienst Twitter. Ein Konto der nordrhein-westfälischen SPD unter NRWSPD2 wurde zwar entdeckt, doch seine "Aktivität scheint eingeschlafen" zu sein. Bei Xing und Myspace fand sich ebenfalls kein Profil eines Spitzenpolitikers, ergab die Studie.

Bei Youtube sieht es zwar etwas besser aus. Immerhin gibt es dort 1.060 Filme, die etwas mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zu tun haben und das meistgesehene Video vom SPD-Vorsitzenden Kurt Beck verzeichnete 138.000 Zugriffe. Allerdings geht es dabei nicht immer um die wirklich harte Politik: "George Bush Gives Angela Merkel Massage" heißt eins der zehn meistgesehenen Merkel-Videos.

Eigene Blogs betreiben hingegen einige Politiker, das bekannteste ist wohl Merkels Videopodcast. Allerdings bemängeln die Leiter der Studie, dass Kommentare zu diesem Podcast nicht möglich sind und folgern, ein Blog ohne Interaktionsmöglichkeiten zähle nicht wirklich zum Web 2.0.

Die Studie ist auch der Hypothese nachgegangen, dass sich die Jugendorganisationen der Parteien allein aufgrund des Alters ihrer Mitglieder kompetenter im Web 2.0 bewegen. Die Hypothese wurde widerlegt. Jungliberale, Jusos, Grüne Jugend, Junge Union und Linksjugend sind zwar im Einzelfall auf sozialen Plattformen präsent, eine klare Strategie lässt sich dahinter aber nicht erkennen. "Wer sich dem Internet verweigert, wird dort auch keinen einzigen Wähler gewinnen", warnt Newthinking Communications.

Für die Studie wurde die Präsenz von Parteien und Spitzenpolitikern bei StudiVZ, Myspace, Facebook und Xing, Youtube sowie Twitter untersucht. Bis zur Bundestagswahl im Oktober 2009 soll es alle drei Monate ein Update der Untersuchung geben.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. 119,90€

gawab 03. Jul 2008

Es ist nicht die Aufgabe der Bürger, durch Spenden den Kontakt zu Politikern wieder her...

Janko Weber 03. Jul 2008

Ich kenne und beobachte das Internet seit vielen Jahren. Als Person mit politischem...

hgn 02. Jul 2008

Wissen ist Macht und ein wissendes und somit Mächtiges Volk wollen unsere Politiker doch...

Siga 02. Jul 2008

Die Postings liest man als Redakteur oft eh. NNTP ist das geeignete Werkzeug dafür in...


Folgen Sie uns
       


Nubia Red Magic Mars - Hands on (CES 2019)

Das Red Magic Mars von Nubia ist ein Gaming-Smartphone mit guter Hardware - und einem ziemlich guten Preis.

Nubia Red Magic Mars - Hands on (CES 2019) Video aufrufen
Far Cry New Dawn im Test: Die Apokalypse ist chaotisch, spaßig und hat Pay to Win
Far Cry New Dawn im Test
Die Apokalypse ist chaotisch, spaßig und hat Pay to Win

Grizzly frisst Bandit, Buggy rammt Grizzly: Far Cry New Dawn zeigt eine wunderbar chaotische Postapokalypse, die gerade bei der Geschichte und dem Schwierigkeitsgrad viel besser macht als der Vorgänger. Schade, dass die bunte Welt von Mikrotransaktionen getrübt wird.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Far Cry New Dawn angespielt Das gleiche Chaos im neuen Gewand
  2. New Dawn Ubisoft setzt Far Cry 5 postapokalyptisch fort

Struktrurwandel: IT soll jetzt die Kohle nach Cottbus bringen
Struktrurwandel
IT soll jetzt die Kohle nach Cottbus bringen

In Cottbus wird bald der letzte große Braunkohle-Tagebau zum Badesee. Die ansässige Wirtschaft sucht nach neuen Geldquellen und will die Stadt zu einem wichtigen IT-Standort machen. Richten könnten das die Informatiker der Technischen Uni - die werden aber direkt nach ihrem Abschluss abgeworben.
Von Maja Hoock

  1. IT-Jobporträt Spieleprogrammierer "Ich habe mehr Code gelöscht als geschrieben"
  2. Recruiting Wenn die KI passende Mitarbeiter findet
  3. Softwareentwicklung Agiles Arbeiten - ein Fallbeispiel

Digitaler Hausfriedensbruch: Bund warnt vor Verschärfung der Hackerparagrafen
Digitaler Hausfriedensbruch
Bund warnt vor Verschärfung der Hackerparagrafen

Ein Jahr Haft für das unbefugte Einschalten eines smarten Fernsehers? Unions-Politiker aus den Bundesländern überbieten sich gerade mit Forderungen, die Strafen für Hacker zu erhöhen und den Ermittlern mehr Befugnisse zu erteilen. Doch da will die Bundesregierung nicht mitmachen.
Von Friedhelm Greis

  1. Runc Sicherheitslücke ermöglicht Übernahme von Container-Host
  2. Security Metasploit 5.0 verbessert Datenbank und Automatisierungs-API
  3. Datenbank Fehler in SQLite ermöglichte Codeausführung

    •  /