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Gnip - Nachrichtenzentrale für das soziale Web

Dienst soll Aktivitätsdaten aggregieren und vereinheitlichen. Das Start-up-Unternehmen Gnip will einen zentralen Knoten zum Austausch von Aktivitätsinformationen etablieren, um so die Frage zu beantworten, wer im Web gerade was tut. Dazu will Gnip unterschiedliche Ein- und Ausgabeformate unterstützen, zwischen diesen übersetzen und die Daten im Push- und Pull-Verfahren empfangen und weitergeben.
/ Jens Ihlenfeld
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Gnip hat sich viel vorgenommen, startet aber erst einmal mit einer überschaubaren Lösung, um überhaupt loszulegen und betont dabei den Willen zur Zusammenarbeit. So ist Gnip zunächst ein zentraler Dienst, was aber nicht so bleiben muss. Zum Start sei dies aber einfacher zu realisieren, begründen die Entwickler ihre Entscheidung. Den eigenen Anspruch trägt Gnip dabei auch im Namen, ergibt Gnip rückwärts gelesen doch Ping.

Den Start markiert die Veröffentlichung des Gnip API v1.1(öffnet im neuen Fenster) , das in einer ersten Ausbaustufe des Dienstes umgesetzt ist. Als Beispiele dienen die Aktivitätsdaten von Twitter und Digg.

Eingehende Daten nimmt der Dienst in einem einheitlichen XML-Format, Activity XML(öffnet im neuen Fenster) genannt, an, in dem sich sich die Aktivitäten der unterschiedlichen Publisher ausdrücken lassen. Das Gegenstück zu Activity XML ist Collections XML(öffnet im neuen Fenster) , über das sich die Aktivitäten ausgewählter Nutzer auf unterschiedlichen Plattformen in einem einheitlichen Format verfolgen lassen.

Derzeit verarbeitet Gnip ausschließlich öffentlich zugängliche Daten, so dass eine Nutzerauthentifizierung bei den einzelnen Diensten nicht notwendig ist, was das System vereinfacht. Später könnte sich das ändern.

Zum Start kann Gnip nur REST-Anfragen umgehen, später sollen aber auch Anfragen via XMPP, Atom oder RSS verarbeitet werden, wobei Gnip sowohl ereignisbasiert als auch abfragebasiert arbeitet. Die Gnip-Macher haben sich dabei zum Ziel gesetzt, alle Nachrichten in maximal 60 Sekunden zu verarbeiten und weiterzuleiten. Derzeit geht das angesichts der geringen Last noch deutlich schneller.

Um die Adaption von Gnip zu beschleunigen, stehen zum Start Bibliotheken(öffnet im neuen Fenster) für Perl, PHP, Java, Python und Ruby zur Verfügung, die künftig aber unabhängig von den einzelnen Projekten weiterentwickelt werden sollen.

Künftig könnte Gnip in ein Abonnementsystem wie GetPinged(öffnet im neuen Fenster) eingebunden werden, sobald dieses funktioniert.


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