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Galileo-Navigationssystem erneut ausgeschrieben

EU stellt Milliardenbetrag zur Verfügung. Die Europäische Kommission und die europäische Weltraumbehörde ESA haben den Bau der 30 Kommunikationssatelliten für das europäische Navigationssystem Galileo ausgeschrieben. Der Auftrag soll ein Volumen von rund 2,1 Milliarden Euro haben.
/ Andreas Donath
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Die Satelliten werden durch ein weltweites Netz von Bodenstationen aus kontrolliert und sollen eine ähnliche Navigationslösung wie das US-amerikanische GPS erlauben. Mit Galileo ist die Europäische Union allerdings unabhängig von der amerikanischen Regierung. Außerdem soll das System zahlreiche neue Jobs in Europa schaffen.

Neben einem kostenlosen, offenen Dienst sollen auch Rettungsdienste und kommerzielle Navigationslösungen angeboten werden. Für den Zeitraum von 2007 bis 2013 hat die Europäische Kommission insgesamt 3,4 Milliarden Euro bereitgestellt, um die Navigationsprogramme EGNOS und Galileo auf den Weg zu bringen.

Die Ausschreibung, die von der EU-Kommission veröffentlicht wurde, unterteilt den Auftrag in sechs Einzelsegmente. Dazu gehören die Planung, das Einrichten von Bodenstationen und Kontrollsystemen, die eigentliche Herstellung der Satelliten und ihre Beförderung in den Weltraum.

Der Auftrag über die ersten vier Satelliten wurde bereits vor zwei Jahren an EADS Astrium erteilt. Der multinationale Konzern wird sich deshalb auch bemühen, die restlichen 26 Stück zu bauen.

Eigentlich hätte das Netz schon in diesem Jahr in Betrieb gehen sollen. Das Industriekonsortium, das eigentlich schon den Auftrag in der Tasche hatte, überwarf sich jedoch mit der Kommission. Deshalb wurde eine neue Ausschreibung notwendig. Seinen Betrieb soll das europäische Navigationssystem nun 2013 aufnehmen.


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