Europameisterschaft 2008 belebt Verkauf von Flachbild-TVs
Über alle Absatzkanäle verkauften sich im Mai 2008 knapp 500.000 Fernsehgeräte. Diese Marktentwicklung setzte sich ersten Erhebungen zufolge auch im Juni fort, so die Marktforscher der Branchenorganisationen GfK Marketing Services und der GFU. Nach Displaytechnologie unterschieden wurden im Mai 2008 mit 370.000 Stück rund 58 Prozent mehr LCD-Fernsehgeräte verkauft als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Dabei stieg der Umsatz prozentual um 55 Prozent. Die Plasma-TV-Sparte kann ebenfalls mit Zuwachsraten aufwarten: Rund 35 Prozent mehr Geräte generieren bei sinkenden Preisen jedoch nur 17 Prozent mehr Umsatz.
Der Trend zu großformatigen Geräten der Bildschirmklasse "37 Zoll und größer" setzt sich mit einer Umsatzsteigerung von 135 Prozent verstärkt fort. Inzwischen entfallen 60 Prozent des Umsatzes mit flachen TV-Geräten auf 37-Zoll-Bildschirmdiagonalen und größer. Fast alle verkauften großformatigen LCD- und Plasma-TVs tragen die Bezeichnungen "HD ready" oder "FullHD".
Auch LCD-Fernseher mit vergleichsweise großer Bilddiagonale sind längst erschwinglich geworden. Beispielsweise der "Samsung LE 52 M 86 BD" mit einer Bildschirmdiagonale von 52 Zoll (132 cm), der bei einigen Versendern bereits für circa 1.800 Euro erhältlich ist. Ein weiteres Beispiel ist der "Toshiba 52 Z 3030 DG 52 Zoll", den Händler schon ab 2.000 Euro führen. Je größer Auflösung und Bilddiagonale, umso mehr fällt jedoch auf, dass das hochauflösende Fernsehen in Deutschland noch unterentwickelt ist und es an hochauflösendem Material fehlt.
Für das laufende Jahr hoffen die Marktforscher auf weitere Impulse von den XXIX. Olympischen Sommerspielen vom 8. August bis zum 24. August 2008 in Peking und der Konsumentenmesse IFA (29. August bis 3. September 2008) in Berlin. Die Consumer-Electronics-Branche rechnet für das Jahr 2008 mit einem schwachen Umsatzwachstum von rund zwei Prozent auf circa 23,7 Milliarden Euro.