Wired kommt nach Großbritannien und Italien
Neuer Anlauf zur Internationalisierung
Der US-Verlag Condé Nast hat eine britische und eine italienische Ausgabe des Magazins "Wired" angekündigt. Bereits im Jahr 2009 sollen Magazin und Website in beiden Ländern an den Start gehen.
"Wired beschreibt, wie Technik die Welt verändert. Es ist ein sehr einflussreiches Medium, das besser als jedes andere das dritte Jahrtausend erklärt", kommentierte Jonathan Newhouse, Chef von Condé Nast International.
Die italienische Ausgabe des Magazins soll bereits im März 2009 am Kiosk liegen. Chefredakteur wird Riccardo Luna, der bisher die Sportzeitung Il Romanista leitete. Die britische Ausgabe soll bis spätestens Mitte 2009 folgen. Diese wird von David Rowan geleitet, bisher Chefredakteur der Tageszeitung Jewish Chronicle.
Es ist nicht das erste Mal, dass Wired internationalisiert werden soll. Mitte der 90er-Jahre gab es schon einmal für eine kurze Zeit eine britische Ausgabe, die aber schnell wieder verschwand. Etwa um die gleiche Zeit wurde ein letztlich vergeblicher Anlauf für eine deutsche Ausgabe unternommen. Im Jahr 2000 kündigte Condé Nast für das darauf folgende Jahr eine italienische und für 2002 erneut eine deutsche Ausgabe an, aus denen aber ebenfalls nichts wurde.
Das Magazin wurde 1993 von Louis Rossetto und Jane Metcalfe gegründet. Für die Anschubfinanzierung sorgte Nicholas Negroponte, der auch mehrere Jahre als Kolumnist bei Wired tätig war. Seine Artikel wurden als Buch unter dem Titel "Being Digital " (Deutsch: "Total digital") veröffentlicht. Das Magazin spielte eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Internets in den 90er-Jahren. Im Mai 1998 kaufte die Verlagsgruppe Condé Nast das Printmagazin. 2006 erwarb Condé Nast auch das Onlinemagazin "Wired News", das zuvor Lycos gehört hatte.
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