Abo
  • Services:

eBay muss Luxusgüterhersteller 38,6 Millionen Euro zahlen

Edelmarkeneigner tragen weiteren Sieg davon

Das Pariser Handelsgericht hat den Onlineplattformbetreiber eBay schuldig gesprochen, die Rechte des französischen Luxusgüterherstellers Moët Hennessy - Louis Vuitton (LVMH) verletzt zu haben. Die Geldstrafe beträgt 38,6 Millionen Euro. EBay will in die Berufung gehen.

Artikel veröffentlicht am ,

Zum Repertoire von LVMH gehören beispielsweise Parfüm und Kosmetik von Christian Dior und Kenzo, Schuhe von Louis Vuitton und Berluti, Schweizer Uhren von Zenith, Hemden von Givenchy, Champagner der Marke Dom Pérignon und Cognac von Hennessy. Um das milliardenschwere Image der Edelmarken nicht zu beschädigen, dürfen viele Produkte nur von autorisierten Handelspartnern im passenden Ambiente verkauft werden. Ein Verramschen bei eBay ist nicht vorgesehen.

Stellenmarkt
  1. Alexander Bürkle GmbH & Co. KG, Freiburg im Breisgau
  2. OEDIV KG, Bielefeld

Viele Luxusmarkenhersteller sind in Frankreich angesiedelt. Das Urteil vom 30. Juni 2008 fiel denn auch in ihrem Sinne aus: "Die Verantwortung von eBay ist umso größer, da das Unternehmen es ausdrücklich abgelehnt hat, effiziente und angemessene Maßnahmen zu ergreifen, um gegen Fälschungen vorzugehen. Zum Beispiel werden die Verkäufer nicht gezwungen, auf einfache Nachfrage die Einkaufsquittung oder einen Authentizitätsnachweis der zum Verkauf angebotenen Produkte vorzulegen", heißt es im Urteil des Pariser Handelsgerichts, wie es verschiedene französische Medien zitieren. Das Motiv sei klar: EBay habe ein Interesse an der ständigen Erhöhung der Zahl der Transaktionen, um daraus wachsende Gewinne zu ziehen.

"Im gestrigen Urteil geht es gar nicht um den Kampf gegen Produktfälschungen, sondern darum, Handelspraktiken zu schützen, die den freien Wettbewerb verhindern", sagte Nerses Chopurian, Sprecher von eBay Deutschland, Golem.de. "Die Entscheidung zielt auch auf den Verkauf von Waren aus zweiter Hand ab - und auf den Verkauf von neuen Originalprodukten. Für eBay stellt dieses Urteil den Versuch dar, in Frankreich ein Geschäftsmodell zu diktieren, das den freien Handel behindert. EBay wird deshalb Berufung gegen dieses Urteil einlegen."

Inhaber von Markenrechten benutzten das Thema Plagiate nur als Vorwand, um ihre Marktmacht zu stärken. EBay investiere jährlich mehr als 20 Millionen US-Dollar, um Plagiate aufzuspüren und vom Marktplatz zu entfernen. Dafür beschäftige der Konzern 2.000 Mitarbeiter, hieß es weiter.

Erst kürzlich wurde eBay in Frankreich wegen Begünstigung des Handels mit Produktfälschungen des Luxusherstellers Hermes International zu einer Strafe von 20.000 Euro verurteilt. In Deutschland gewann der Uhrenhersteller Rolex ein ähnliches Verfahren. Über eine Klage des Schmuckunternehmens Tiffany & Co. in den USA ist noch nicht entschieden worden.

"Die Bedeutung der Gerichtsentscheidung liegt darin, dass Unternehmen wie eBay nicht einfach als Plattformbetreiber, sondern als Zwischenhändler, als Vermittler eingestuft werden", sagte LVMH Justiziar Didier Malka.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 38,90€ + Versand (Bestpreis!)

hörnchen 02. Jul 2008

Palerider 02. Jul 2008

Tolle Idee: Ich wollte auch mal After Shave und ähnliches Verhökern, das ich geschenkt...

bubumann 02. Jul 2008

Ist garnicht falsch, sondern der "Nachtverkauf". ;) Ich meine jetzt keine glatten Fakes...

Mikel2007 01. Jul 2008

Lesen hilft. Ich sagte nicht der Umsatz des Konzerns..... Sondern der mit den Taschen...

skunk underdog 01. Jul 2008

Was ist der Unterschied zw. Geld und Luxusparfüm? ...=> Geld stink!


Folgen Sie uns
       


Geforce RTX 2070 - Test

Wir haben uns zwei Geforce RTX 2070, eine von Asus und eine von MSI, angeschaut. Beide basieren auf einem TU106-Chip mit 2.304 Shader-Einheiten und einem 256-Bit-Interface mit GByte GDDR6-Speicher. Das Asus-Modell hat mehr Takt und ein höhere Power-Target sowie eine leicht bessere Ausstattung, die MSI-Karte ist mit 520 Euro statt 700 Euro aber günstiger. Beide Geforce RTX 2070 schlagen die Geforce GTX 1080 und Radeon RX Vega 64.

Geforce RTX 2070 - Test Video aufrufen
Yuneec H520: 3D-Modell aus der Drohne
Yuneec H520
3D-Modell aus der Drohne

Multikopter werden zunehmend auch kommerziell verwendet. Vor allem machen die Drohnen Luftbilder und Inspektionsflüge und vermessen. Wir haben in der Praxis getestet, wie gut das mit dem Yuneec H520 funktioniert.
Von Dirk Koller


    Requiem zur Cebit: Es war einmal die beste Messe
    Requiem zur Cebit
    Es war einmal die beste Messe

    Nach 33 Jahren ist Schluss mit der Cebit und das ist mehr als schade. Wir waren dabei, als sie noch nicht nur die größte, sondern auch die beste Messe der Welt war - und haben dann erlebt, wie Trends verschlafen wurden. Ein Nachruf.
    Von Nico Ernst

    1. IT-Messe Die Cebit wird eingestellt

    IMHO: Valves Ka-Ching mit der Brechstange
    IMHO
    Valves "Ka-Ching" mit der Brechstange

    Es klingelt seit Jahren in den Kassen des Unternehmens von Gabe Newell. Dabei ist die Firma tief verschuldet - und zwar in den Herzen der Gamer.
    Ein IMHO von Michael Wieczorek

    1. Artifact im Test Zusammengewürfelt und potenziell teuer
    2. Artifact Erste Kritik an Kosten von Valves Sammelkartenspiel
    3. Virtual Reality Valve arbeitet an VR-Headset und Half-Life-Titel

      •  /