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Computer erkennt Wohlklänge

Computer beurteilt ein Vibrato so gut wie ein Gesangslehrer

Israelische Wissenschaftler haben einem Computer beigebracht, das Vibrato in der Stimme eines Sängers zu beurteilen. Ihr System soll es Gesangsstudenten ermöglichen, ihre Technik zu verbessern.

Ein Vibrato ist eine leichte Schwankung in der Tonhöhe. Sänger verleihen ihrem Gesang mit diesem Stilmittel Ausdruck. Um den gewünschten Effekt beim Zuhörer zu erzielen, kommt es darauf an, das Vibrato gezielt und vor allem richtig einzusetzen. Variiert ein Sänger die Tonhöhen zu sehr, mindert das das Hörvergnügen. Ein objektives Kriterium für ein gutes Vibrato gab es bisher jedoch nicht.

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Das haben Wissenschaftler der Universität von Tel Aviv geändert. Das Team um Noam Amir hat einem Computer beigebracht, ein Vibrato nach objektiven Kriterien zu beurteilen. Bislang konnten nur Experten wie beispielsweise Gesangslehrer eine solche Tonhöhenvariation einschätzen.

Dazu haben die Wissenschaftler zunächst die Vibrati von hunderten Gesangsstudenten aufgenommen. Anschließend haben sie Gesangslehrern die Aufnahmen vorgespielt und sie diese beurteilen lassen. Daraus konnten sie dann ein Modell für ein gutes Vibrato erstellen. Das haben sie auf den Computer übertragen, der die Qualität eines Vibrato nun ebenso gut beurteilen kann wie ein Experte. Mit ihrer Entwicklung haben die Wissenschaftler kürzlich beim International Cultural and Academic Meeting of Engineering Students in Istanbul einen Preis gewonnen.

Nutznießer des Systems sollen angehende Gesangsstudenten sein, sagt Amir. "Ihr Vibrato ist unregelmäßig und für sie selbst nur schwer einzuschätzen. Es ist schwierig, ein präzises Maß dafür zu finden. Wir haben deshalb nach einer Möglichkeit gesucht, einen menschlichen Experten in einem Computerprogramm nachzubilden." Die Beurteilung des Vibrato geht sogar in Echtzeit. Das bedeutet, die Studenten können beim Singen auf dem Monitor sehen, wie gut ihr Vibrato gerade ist.

Allerdings, so schränkt Amir ein, sei ein gutes Vibrato allein noch kein Erfolgsgarant bei Gesangswettbewerben, da es nur einen Teil der Wirkung des Sängers ausmache. "Sänger müssen eine emotionale Reaktion hervorrufen und das ist eine schwierige Aufgabe." Amir muss es wissen: Sein Spezialgebiet ist der Ausdruck von Gefühlen in der Sprache.

Computern die Bewertung von zuvor nicht objektiv messbaren Merkmalen wie Klang oder Geschmack beizubringen, scheint derzeit in Mode: Im Frühjahr 2008 hatten Chemiker des Lebensmittelkonzerns Nestlé ein Verfahren entwickelt, mit dem ein Computer den Geschmack von Espresso beurteilen kann. In Japan hatte ein Polizist eine Software entwickelt, die Falschgeld am Klang erkennt.


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M-D 02. Jul 2008

Denk ich eher nicht. Ein Neuronales Netz dient ja nur zur Lernfähigkeit eines...

Roland_Deschain 01. Jul 2008

Donnerschlach, das kann der ganz alleine? Klarer Fall, damit gewinnst Du bestimmt einen...

lociii 01. Jul 2008

es gibt auch saenger/innen die ein sehr schoenes und passendes vibrato beherrschen. hoer...

Rülps 01. Jul 2008

Kann ja gelegentlich auch helfen, Schlimmeres zu verhindern. Wie im genannten...



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