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Deutsche Mobilfunkstudie: Kein Geld für kritische Forscher?

In Nachfolgeuntersuchungen des Mediziners Hugo W. Rüdiger der Universität Wien wiesen menschliche Fibroplasten und Lymphozyten bereits nach 24-Stunden-Einstrahlung von GSM oder UMTS Strangbrüche der DNA auf, die unter UMTS gegenüber GSM noch zehnmal stärker waren. Demzufolge hätten elektromagnetische Felder das Potenzial, die zelleigenen Reparaturmechanismen auszuhebeln und größere Schäden anzurichten. Die Studie ist derzeit mit massiven Fälschungsvorwürfen konfrontiert, gegen die sich Rüdiger aber zur Wehr setzt.

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Kritiker fragen, warum das DMF hauptsächlich thermische Folgen untersucht hat und vermuten einen Interessenskonflikt, da die Mobilfunkindustrie diese Studie zu 50 Prozent finanziert hat. "Das ist eindeutig nicht der Fall", weist das BfS auf Golem.de-Anfrage zurück. "Da die andere Hälfte der Forschungsgelder aus staatlicher Förderung stammt, haben wir das ausschließen können." Die Mobilfunkindustrie habe keinen Einfluss auf die Untersuchung gehabt.

Eine ganz andere Meinung dazu hat der Epidemiologe Rainer Frentzel-Beyme aus Bremen, der in der Unbedenklichkeitserklärung von Gabriel eine Gefälligkeitsaussage sieht: Beim DMF "wurden die Studien, deren Design und deren Projektleitungen erwarten ließen, dass keine bedenklichen Ergebnisse herauskommen würden, bevorzugt." Vor allem Kinderstudien würden wegen "geringer Priorität" umgangen, während sie vom britischen Mobilfunkprogramm seit 2005 mit "hoher Priorität" eingestuft wurden: "Die Untersuchung von hoch belasteten Hochrisikogruppen", so Frentzel-Beyme, "wurde als nicht machbar verworfen, obwohl es dafür keine glaubwürdige Begründung gibt, denn epidemiologische Forschung dient der Ermittlung von Risiken beim Menschen mit geeigneten Methoden - im Gegensatz zu den Teilen des Forschungsprogramms, die andere Zielsetzungen verfolgten."

Nach Ansicht des Bremer Umweltmediziners kamen beim DMF nur solche Forschungsmethoden zur Anwendung, die zu keinerlei Auflagen für die Mobilfunkbetreiber führen konnten. Er selbst hatte für das Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin (BIPS) der Universität Bremen einen Forschungsantrag gestellt. Frentzel-Beyme: "Wir wurden aber aufgrund undurchsichtiger Vorgänge nicht in die Förderung einbezogen. Die Denkweise, die das gesamte Programm prägte, kam in dem öffentlich gemachten Ausspruch des Programmleiters zutage: 'Sie werden verstehen, dass wir nur Forschungsanträge gebrauchen können und solche Ansätze prioritär verfolgen, die dem Wirtschaftsminister keine Probleme bereiten werden'." Dazu der Beschuldigte: "Diese Aussage war bereits 2005 nicht zutreffend - und sie wird nicht dadurch wahr, dass sie von einem Professor im Ruhestand jetzt wiederholt wird."

Der Forschungsbereichsleiter Wolfgang Weiss habe sogar behauptet, dass Studien, die wirklich relevant gewesen wären, nicht machbar seien. Frentzel-Beyme: "Meine Bedenken hatte ich Weiss mit Schreiben vom 7. Juni 2004 mitgeteilt und mich aus dem Beratergremium verabschiedet, obwohl ich nach wie vor von ihm dazu eingeladen wurde."

Glaubt man den Aussagen der Kritiker, erhält man ein Bild des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms als ein millionenschweres Projekt, das einen wichtigen Aspekt für den Gesundheitsschutz der Bevölkerung umgangen hat. [von Christoph Klug]

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Dekkert 28. Aug 2008

Hallo! Ich habe keinerlei Ahnung von Funk. Für eine Geschichte, die ich schreibe: Was...

Voytech 19. Aug 2008

Na, wer kennt es nicht, dieses rhythmische Signal, das aus Lautsprechern aller Art...

parlatan 15. Jul 2008

Dass die Funktechnologie nicht gesund sein kann, das steht für mich ausser Frage. Allein...

M. Hahn 10. Jul 2008

Na ja..., ich lese GOLEM sonst kaum, habe da nicht den Vergleich. Das statement...

phozz 10. Jul 2008

macht die augen auf... ob die gewöhnliche dosis der telefonate selbst das kann ist eins...


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