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Hälfte der Bürger will Fingerabdruck in Personalausweisen

Freiwillige Abgabe geplant. Der Kompromiss der Großen Koalition, Fingerabdrücke im Personalausweis nur freiwillig zu speichern, trifft die Wünsche der Bundesbürger. Für Datenschützer dürfte das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage wie eine Absage auf ihre Bemühungen klingen, die Bürger vor einem allzu neugierigen Staat zu schützen.
/ Andreas Donath
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Die Hälfte aller Bundesbürger will der Umfrage zufolge ihren Fingerabdruck im Personalausweis speichern lassen. In einer Umfrage des Magazins Focus sprachen sich nur 40 Prozent gegen diese Möglichkeit aus. Zehn Prozent sind noch unentschlossen. Die Bürger in den alten Bundesländern sind von der Neuerung eher zu begeistern als die Ostdeutschen. 51 der West- und 44 der Ostdeutschen wollen lieber einen Personalausweis mit Fingerabdruck.

Das Meinungsforschungsinstitut polis/USUMA(öffnet im neuen Fenster) befragte für Focus 1009 repräsentativ ausgewählte Personen.

Im Reisepass werden bereits seit dem 1. November 2007 digitale Abbilder des Fingerabdrucks gespeichert. Der Personalausweis im Scheckkartenformat soll neben einem verpflichtenden biometrisch erfassbaren Bild auch optional digitalisierte Fingerabdrücke enthalten. Diese sollen jedoch nur freiwillig abgegeben werden müssen.

Wann das Dokument kommt, ist noch nicht abzusehen. Erst einmal soll in einem Kabinettstermin im Juli 2008 darüber entschieden werden, was im Personalausweis gespeichert wird und wie der Fahrplan aussieht. Ob der neue Ausweis dann im Januar, Juli oder Dezember 2009 startet, wurde noch nicht geklärt.


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