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iPhone 3G: T-Mobile verspricht unbegrenzte VPN-Nutzung

Nutzung von Instant Messaging bleibt weiterhin verboten. T-Mobile plant für Geschäftskunden eine eigene kostenpflichtige VPN-Lösung, erklärte das Unternehmen. Unabhängig davon wird sich der vorinstallierte VPN-Client auf dem iPhone 3G ohne Einschränkungen nutzen lassen, verspricht T-Mobile. Auf den Tarifwebseiten steht allerdings das Gegenteil. Wie auch bisher bleibt die Nutzung von Instant Messaging mit dem iPhone verboten.
/ Ingo Pakalski
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Unter dem Titel "Mobile IP VPN" plant T-Mobile eine eigene VPN-Lösung für Geschäftskunden, um den sicheren Zugriff auf ein Unternehmensnetzwerk zu gewährleisten. Noch hat T-Mobile nicht verraten, wann das Produkt angeboten wird. Auch gibt es noch keine Informationen zu den Preisen. Fest steht nur, dass dieser Dienst kostenpflichtig sein wird.

Im Kleingedruckten der iPhone-3G-Verträge auf der T-Mobile-Webseite(öffnet im neuen Fenster) steht unter anderem, dass die Nutzung von IPVPN nicht Gegenstand des Vertrags und damit nicht gestattet ist. T-Mobile beteuerte ausdrücklich: "Die Nutzung des VPN-Clients auf dem Apple iPhone ist grundsätzlich möglich, hier gibt es keinerlei Einschränkungen." Nach Ansicht von T-Mobile handelt es sich auch nicht um einen Fehler auf den Webseiten des Unternehmens. So bleibt die Verwirrung bei den Kunden bestehen, die die Passage im Kleingedruckten aufgrund der unklaren Formulierung so verstehen müssen, dass generell keine VPN-Nutzung mit den Verträgen erlaubt ist.

Dazu ergänzte T-Mobile im Gespräch mit Golem.de: "Das Apple iPhone 3G wird in seinem werkseitigen Funktionsumfang von T-Mobile in keiner Weise eingeschränkt." Da sich das iPhone 3G aber durch das Aufspielen von Applikationen im Funktionsumfang erweitern lässt, werden die Einsatzmöglichkeiten des Apple-Mobiltelefons sehr wohl durch T-Mobile eingeschränkt. Denn wie auch bisher untersagt T-Mobile in den iPhone-Verträgen im Kleingedruckten(öffnet im neuen Fenster) die Nutzung von Instant Messaging. Im PC-Bereich wäre es so, als wenn einem der DSL-Anbieter verbietet, bestimmte Programme auf seinem Computer zu verwenden.

T-Mobile-Kunden dürfen auf ihrem iPhone-3G somit keinen Instant Messenger verwenden, um unterwegs etwa mit Arbeitskollegen in Kontakt zu treten. In vielen Unternehmen läuft die Kommunikation außer über E-Mail auch über Instant Messenger, um schnell und bequem kurze Nachrichten auszutauschen. Während Apple das iPhone 3G damit bewirbt, dass es besser als die erste Generation für den Unternehmenseinsatz konzipiert ist, verhindert T-Mobile eine unbegrenzte Nutzung des Geräts nach den Wünschen und Anforderungen der Kunden.

Auf dem iPhone 3G ist nach derzeitigem Kenntnisstand zwar kein Instant Messenger installiert, aber Drittanbieter werden voraussichtlich entsprechende Produkte anbieten, um mit dem Apple-Mobiltelefon auch via Instant Messenger zu kommunizieren. Außerdem gibt es bereits zahlreiche webbasierte Instant-Messenger-Dienste, die auch mit dem iPhone-Browser funktionieren. Aber T-Mobile-Kunden dürfen diese Funktionen mit dem iPhone nicht verwenden.

Eine nachvollziehbare Begründung für diese Beschränkung wollte T-Mobile auch auf mehrfache Nachfragen hin nicht geben. Nach Unternehmensangaben ist T-Mobiles Mobilfunknetz auf die Nutzung von Browsern und den Einsatz von E-Mails sowie den Datentransfer optimiert. Das Verbot für den Einsatz von Instant Messaging begründet der Konzern damit, dass "ein mögliches Risiko für das Netz von vornherein vermieden werden soll" .

Da aber durch Instant Messaging nur geringe Datenmengen übertragen werden, ist diese Begründung nicht nachvollziehbar. Wahrscheinlicher ist da schon die Vermutung, dass T-Mobile fürchtet, dass die Nutzer sonst weniger SMS schreiben. Und auf die Einnahmequelle durch den SMS-Verkehr will der Netzbetreiber nicht verzichten und verbietet daher den Einsatz der kostengünstigeren Alternative.


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