Acer: "Im Moment fährt der Zug ohne Windows"
Die Betriebssystemversion Windows Vista habe "leider nichts" , was Acer in den neuen preiswerten Mini-Notebooks einsetzen könne, erklärte Vizechef Walter Deppeler der Berliner Zeitung(öffnet im neuen Fenster) , weshalb man weiter auf den Vorgänger Windows XP angewiesen sei. Falls Microsoft diese Schwäche bei Netbooks nicht beseitige, könne die enge Bindung zu Acer darunter leiden. "Wenn Microsoft nicht mit der gleichen Zielsetzung in neue Märkte geht wie wir, wäre das möglich" , sagte er.
Acer rechnet mit einem starken Absatz seiner neuen Mini-Notebooks. Er erwarte den Verkauf von bis zu 7,5 Millionen Geräten bis Ende des Jahres, sagte Deppeler. "Davon werden auf Europa 2 bis 2,5 Millionen entfallen" .
Bei den Netbooks handele es sich aber um keinen "vollwertigen Computerersatz" , so der Acer-Manager. Damit ließen sich keine "Fotos bearbeiten oder große Musiksammlungen verwalten. Sie sind für unterwegs, für die schnelle Kommunikation per E-Mail oder das Surfen im Web geeignet" .
Auch ein Engagement Acers im Mobilfunkmarkt sei in Zukunft möglich, sagte Deppeler. "Jedenfalls haben wir einige strategische Akquisitionen in diesem Bereich vorgenommen" , erklärte der Acer-Manager: "Wir haben zum Beispiel mit E-Ten ein Unternehmen gekauft, das maßgebliche Entwicklungsarbeiten für amerikanische Mobilfunktechnologie geleistet hat."



