Kühlschränke und Waschmaschinen auf der IFA
Kühlschränke mit integriertem Bildschirm, Kaffeemaschinen mit Internetanschluss, ein Grill, an den ein iPod angeschlossen werden kann – die Grenzen zwischen Haushaltsgeräten, der sogenannten weißen Ware, und Unterhaltungselektronik, auch braune Ware genannt, verschwimmen zusehends.
Die Internationale Funkausstellung (IFA) räume deshalb im Jahr 2008 erstmals der weißen Ware ein Forum ein, sagt Rainer Hecker, Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu). Die gfu ist Veranstalter der IFA. "Home Appliances@IFA" heißt der neue Bereich, für den die Erdgeschosse der Hallen 1 bis 4 reserviert sind. Als Treiber in dem Markt sieht Hecker Hersteller wie Philips, die beide Produktlinien im Programm haben und miteinander kombinieren.
Auf diese Weise will die IFA wachsen und, da die großen Hersteller wie Bosch-Siemens-Hausgeräte in vielen Ländern tätig sind, noch mehr internationale Besucher auf die Messe ziehen. Hinzu komme, dass die weiße Ware derzeit "keine Messeheimat" hat, so Hecker.
Die Idee, die Messe Haushaltsgeräten zu öffnen, habe nahegelegen, sagt Hecker. Die IFA sei nicht nur eine Messe für Konsumenten, sondern auch für den Fachhandel, der zu dem Zeitpunkt die Bestellungen für das Weihnachtsgeschäft tätigt. Hier sieht Hecker für Händler wie Hersteller einen Vorteil, da viele von ihnen sowohl braune als auch weiße Ware im Programm haben.
Eine weitere Neuerung ist, dass die Berliner Medienwoche mit der IFA zusammengelegt wird. "Medienwoche@IFA" heißt die Veranstaltung, auf deren Programm unter anderem Vorträge von Entscheidern über neue Trends und Entwicklungen in der Branche sowie medienpolitische Diskussionen stehen. Einen Schwerpunkt der Veranstaltung wird das hochauflösende Fernsehen bilden.
Die IFA findet vom 29. August bis zum 3. September 2008 auf dem Messegelände in Berlin statt.