• IT-Karriere:
  • Services:

Dürfen US-Grenzbeamte Computer durchsuchen?

Anhörung zu umstrittenen Computerdurchsuchungen im US-Senat

Im Justizausschuss des US-Senates hat eine Anhörung über das Vorgehen von US-Grenzbeamten stattgefunden. Diese durchsuchen und beschlagnahmen oft und ohne konkreten Anlass elektronische Geräte wie Laptops oder Mobiletelfone von Reisenden. Die Teilnehmer kritisierten das als eklatanten Eingriff in die Privatsphäre. Das US-Heimatschutzministerium blieb der Anhörung trotz Einladung fern.

Artikel veröffentlicht am ,

US-Bürger, die aus dem Ausland in die Heimat zurückkehren, erwartet an der Grenze zuweilen eine unangenehme Überraschung: Grenzbeamte durchsuchen nicht nur ihre Gepäckstücke, sondern verlangen auch Zugang zum Notebook, Mobiltelefon oder PDA. So verlangen US-Grenzbeamte die Herausgabe von Passwörtern oder gleich des Gerätes, um es zu durchsuchen. Wer Glück hat, muss mehrere Stunden warten, bis die Beamten die Geräte durchsucht und Dateien kopiert haben. Wer Pech hat, bekommt seinen Laptop, sein PDA oder Mobiltelefon erst nach Wochen oder gar Monaten zurück. Passwort oder Gerät nicht herauszugeben, ist auch keine gute Idee: Wer nicht kooperiert, dem verweigern die Beamten die Einreise in die Heimat.

Am 25. Juni 2008 fand vor dem Justizausschuss des US-Senats eine Anhörung zu dieser umstrittenen Praxis statt. Den Vorsitz führte der demokratische Senator Russ Feingold aus dem US-Bundesstaat Wisconsin. In seiner Eröffungsansprache kritisierte Feingold die Durchsuchung der elektronischen Geräte mit deutlichen Worten. "Wenn man die Amerikaner fragt, ob die Regierung das Recht hat, bei der Rückkehr aus dem Ausland ihr Gepäck nach Schmuggelware zu durchsuchen, werden die meisten ihr dieses Recht zugestehen. Wenn man sie aber fragt, ob die Regierung das Recht habe, ohne einen bestimmten Verdacht ihre Laptops zu öffnen, ihre Unterlagen und E-Mails zu lesen, ihre Fotos anzuschauen und zu kontrollieren, welche Websites sie besucht haben, dann bin ich sicher, werden die Gleichen sagen, dass die Regierung absolut kein Recht hat, das zu tun."

Natürlich, so Feingold, müssten Grenzbeamte die Möglichkeit haben, bei einem konkreten Verdacht Gepäck und Geräte zu durchsuchen und Leibesvisitationen durchzuführen. Verdachtsunabhängige Durchsuchungen von Laptops und ähnlichen Geräten gehe jedoch "zu weit. Der Kongress sollte diese eklatante Verletzung der Privatsphäre nicht erlauben", forderte der Senator.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Dürfen US-Grenzbeamte Computer durchsuchen? 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. Ryzen 7 5800X für 469€)

DexterF 02. Jul 2008

Wieso, ich kooperiere doch. Die kriegen das Passwort für das Alibi-Volume und gut ist...

DexterF 28. Jun 2008

Ich kann auch einfach *gar nicht* in dieses Scheissland einreisen, viel einfacher.

Captain 28. Jun 2008

Dass vergiss man, da kommt man mit dem Schlagwort Nationale Sicherheit und Geheimhaltung...

Fun 27. Jun 2008

Guckst du: http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/ipod-kontrollen-auf-dem-flughafen/

byti 27. Jun 2008

Na.. so unrecht hat er da ned. Das ganze da drüben nimmt schon merkwürdige Züge an. Ich...


Folgen Sie uns
       


Surface Duo - Fazit

Das Surface Duo ist Microsofts erstes Smartphone seit Jahren - und ein ungewöhnliches dazu. Allerdings ist das Gerät in Deutschland viel zu teuer.

Surface Duo - Fazit Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /