Oracle liefert vorsichtige Wachstumsprognose ab
Die Oracle-Strategie des Wachstums durch Übernahme funktioniere, sagte Catz. Das abgeschlossene Sommerquartal sei, wie zu dieser Jahreszeit für die IT-Branche typisch, eher ruhig verlaufen. Das gegenwärtige Marktumfeld bleibe weiter schwierig, so die Managerin weiter. "Von einer allgemeinen Marktverlangsamung kann man aber nicht sprechen." Das neue Quartal habe erst begonnen, und es sei noch zu früh, hier Aussagen zu machen. Catz: "Wenn Probleme auftreten, sieht man das erst sehr viel später. Wenn sie denn überhaupt auftreten."
Der Hersteller von Unternehmenssoftware erzielte einen Gewinn von 2,04 Milliarden US-Dollar (39 Cent), nach 1,6 Milliarden US-Dollar (31 Cent) im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Rechnet man Übernahmekosten und Ausgaben für Aktienoptionsprogramme heraus, hätte der Gewinn 47 Cent pro Aktie betragen – 3 Cent mehr als von den Analysten errechnet, die Thomson Financial befragt hatte. Der Umsatz legte in dem Quartal um 24 Prozent auf 7,24 Milliarden US-Dollar zu. Damit lag Oracle um 400 Millionen US-Dollar über den Prognosen der Wall Street. Der Verkauf neuer Software stieg um 27 Prozent, das Unternehmen hatte hier im März 2008 nur eine Steigerung von 10 Prozent bis 20 Prozent prognostiziert.
Beim Softwareumsatz für das gesamte Finanzjahr 2008 konnte Oracle mit 22,6 Milliarden US-Dollar erstmals IBM überflügeln. Microsoft ist die Nummer eins.
Im laufenden ersten Quartal 2008/2009 erwartet Oracle vor bestimmten Sonderposten einen Gewinn zwischen 26 und 27 Cent pro Aktie, nach 22 Cent im Vergleichzeitraum ein Jahr zuvor. Die Analysten hatten 27 Prozent errechnet. Der Umsatz werde zwischen 5,42 und 5,51 Milliarden US-Dollar liegen, ein Zuwachs um 18 bis 20 Prozent. Damit würde der Absatz seit 2006 das bislang schwächste Wachstum zeigen.



